«In vier Jahren bin ich nicht mehr dabei»

Stadtpräsident Alexander Tschäppät tritt am 25. November letztmals zur Wiederwahl an. Dies verkündete er am Montag beim Wahlkampfstart des Rot-Grün- Mitte-Bündnisses (RGM).

Rot-Grün-Mitte-Kandidierende (v.l.n.r.): Franziska Teuscher (GB), Tania Espinoza (GFL), Alexander Tschäppät (SP) und Ursula Wyss (SP).

Rot-Grün-Mitte-Kandidierende (v.l.n.r.): Franziska Teuscher (GB), Tania Espinoza (GFL), Alexander Tschäppät (SP) und Ursula Wyss (SP).

(Bild: Adrian Moser)

Der heute 60-Jährige visiert seine vierte Legislatur in der Berner Stadtregierung an. Seit 2005 ist er Stadtpräsident. Tschäppät kandidiert auf der RGM-Liste zusammen mit den beiden Nationalrätinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (GB) sowie Tania Espinoza (GFL).

Bezahlbarer Wohnraum, nachhaltige Energie- und Verkehrspolitik sowie innovative Schulen sind die Themen, mit denen RGM in den Wahlkampf steigt.

Bezahlbare Wohnungen

«Heute können wir das ernten, was wir jahrelang gesät haben: zahlreiche neue Wohnungen», zog Tschäppät vor den Medien in Bern Bilanz. Allein im Westen der Stadt Bern seien in den letzten Jahren über 1000 neue Wohnungen entstanden.

Die Wohnbaupolitik der Stadt wirke sich positiv auf die Bevölkerungszahlen aus: «Bern wächst», konstatierte Tschäppät. Wird Tschäppät wiedergewählt, will er in den kommenden vier Jahren diese Wohnbaupolitik weiterführen. Die Stadt brauche weiterhin attraktiven und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum.

Verkehr und Energie

Auch Nationalrätin Franziska Teuscher (Grünes Bündnis) kam auf das Wachstum der Stadt zu sprechen. Sie sehe es als Herausforderung an, den zu erwartenden Mehrverkehr auf den ÖV und den Langsamverkehr zu verlagern, sagte Teuscher.

Für die Berner Stadträtin Tania Espinoza (Grüne Freie Liste) braucht Bern auch gute Schulen. Am Ende der obligatorischen Schulzeit müssten alle Kinder eine weiterführende Perspektive haben, betonte Espinoza. Darum sei es wichtig, dass die Stadt auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft fördere.

Nationalrätin Ursula Wyss (SP) will sich für eine «Wirtschaft im Nutzen der Gesellschaft einsetzen», wie sie sagte. Insbesondere bei der Energiepolitik gehe es darum, eine sichere Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien zu gewährleisten.

Grosses Sesselrücken

Die Stadtberner Wahlen finden am 25. November statt. Das RGM- Bündnis will seine langjährige Mehrheit im Gemeinderat verteidigen.

In der fünfköpfigen Berner Stadtregierung werden im November gleich drei Sitze frei, nämlich jene von Barbara Hayoz (FDP), Edith Olibet (SP) und Regula Rytz (GB). Ins Rennen steigt neben Tschäppät auch CVP-Gemeinderat Reto Nause.

bs/sda

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