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In Frutigen herrschen Stolz und Freude

Familie und Freunde freuen sich über den Erfolg von Mike Schmid. Die Gemeinde bereitet sich auf die Rückkehr des Olympiasiegers vor.

Der Skicross-Olympiasieger Mike Schmid steht im Mittelpunkt. (Reuters)
Der Skicross-Olympiasieger Mike Schmid steht im Mittelpunkt. (Reuters)

«Es war eine Medaille mit Ansage», sagt Marc Fuhrer vom Skiklub Frutigen. Schon als Junior im alpinen Skisport sei augenfällig gewesen, dass aus Mike Schmid eines Tages ein Ausnahmesportler werden könnte. Die positiven Resultate im Verlauf der Saison hätten ihn in diesem Glauben noch zusätzlich bestärkt. An die 400 Frutiger teilten Fuhrers Optimismus und verfolgten das Skicross-Finale auf einer Grossleinwand in seinem Vorgarten. Als Schmid dann als Führender in die Zielgerade eingebogen sei, habe Fuhrer mit den Tränen gekämpft. «Auch jetzt übermannen mich die Gefühle noch, wenn ich an den Zieleinlauf zurückdenke», sagt er.

Neben Talent, Technik, Mut und Ehrgeiz brauche es in der Regel auch ein Quäntchen Glück, um einen Wettkampf zu gewinnen. «Das war dann aber gar nicht nötig», sagt Fuhrer, denn dafür sei Schmid schlicht zu überlegen gewesen.

Als ruhigen, aber ehrgeizigen Typ beschreibt Vater Peter Schmid seinen Sohn. Trotz seinen sportlichen Erfolgen in der jüngeren Vergangenheit habe er sich nie in den Mittelpunkt gedrängt, sei bescheiden und immer fair geblieben. Der Medienrummel wegen des Olympiasieges sei deshalb zweifellos eine Ausnahmesituation für den 25-Jährigen. Trotzdem ist Schmid überzeugt, dass der Erfolg seinem Sohn nicht zu Kopfe steigen wird: «Er weiss genau, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit genauso schnell, wie sie gekommen ist, wieder abklingen kann».

Der Vater des Olympiasiegers hat das Rennen im engen Familienkreis bei seiner Tochter verfolgt. Diese hat durch den Erfolg ihres Bruders selbst unerhoffte Bekanntheit erlangt, nachdem ihr der Olympiasieger nach dem Zieleinlauf in die Kameras zum Geburtstag gratuliert hatte. «Das war noch komisch», sagt Franziska Schmid, «da brennts mit einem durch.» Sie sei ohnehin fast zu angespannt gewesen, um den Sieg ihres Bruders richtig zu geniessen. «Dass er heil unten angekommen ist, war das Wichtigste», sagt sie. «Dass er gewonnen hat, ist sozusagen ein Bonus.»

Würdiger Empfang wird geplant

Während die Familie den Medien geduldig Rede und Antwort steht, planen Skiklub, Fussballverein und Gemeindeverwaltung bereits die Rückkehr des Olympia-Helden. Man wisse noch nicht, ob Schmid am Freitag oder bereits morgen aus Vancouver zurückkehre, sagt Gemeindepräsident Kurt Zimmermann (svp). Geplant sei eine Feier in der Widi-Halle, in der bis zu 1500 Personen Platz fänden. Zudem wolle man dem ersten Frutiger Olympiasieger im Dorf ein Denkmal setzen, sagt Zimmermann. Ob das eine nach Schmid benannte Strasse, ein Platz oder eine andere Würdigung sein wird, könne er allerdings noch nicht sagen. (sem)

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