In der Stadt Bern müssen 229 Bäume gefällt werden – auch junge

Das Wetter hat den Stadtberner Park- und Strassenbäumen in den letzten Monaten arg zugesetzt.

Werden Bäume krank – wie diese Pappel im Marzili –, rücken die Stadtgärtner mit der Motorsäge an.

Werden Bäume krank – wie diese Pappel im Marzili –, rücken die Stadtgärtner mit der Motorsäge an.

(Bild: Adrian Moser (Archiv))

Der Spätfrost im Frühling 2017 und die beiden letzten trockenen Sommer haben den Bäumen in der Stadt Bern zugesetzt. So müssen diesen Winter mehr Bäume gefällt werden, die krank sind oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Insgesamt 229 Park- und Strassenbäume müssen ersetzt werden. Gefällt werden die Bäume in den kommenden Monaten, wenn sich die Natur in der Winterruhe befindet, wie die Stadtberner Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Mittwoch mitteilte. Die Aktion wird beendet, bevor die Nist- und Brutzeit der Vögel beginnt.

Keine Eschen neu anpflanzen

Die gefällten Bäume will die Stadt im nächsten und übernächsten Frühling durch Jungbäume ersetzen. Bei den Neupflanzungen verzichtet die Stadt derzeit auf Eschen wegen einer Pilzerkrankung, für die insbesondere junge Eschen anfällig sind.

Das Eschentriebsterben, wie die Erkrankung heisst, führt dazu, dass Pflanzenteile welken und absterben. Bei stark befallenen Bäumen droht der Abbruch der Krone oder gar der Umsturz ganzer Bäume. Der Erreger stammt aus Ostasien und breitet sich seit 2008 auch in der Schweiz aus.

Einzelne Bäume waren nicht zu retten

Im Frühling 2017 setzte ein starker Spätfrost den Bäumen in Bern zu. Durch den Frost verloren sie den Austrieb und mussten viel Kraft investieren, um ein zweites Mal Blätter zu bilden.

Im Sommer 2017 gab es verhältnismässig wenig Niederschlag. Der darauffolgende Sommer übertraf indessen die schlimmsten Befürchtungen der Baumfachleute, wie die Stadt in ihrer Mitteilung schreibt.

Durch die extreme, langanhaltende Trockenheit starben viele geschwächte Bäume im Verlauf des Jahres ab. Betroffen sind nicht nur alte Bäume, sondern auch rund 40 Exemplare, die erst in den letzten zehn Jahren gepflanzt wurden. Trotz intensiver Bewässerung war der Boden an Extremstandorten so trocken, dass diese Bäume nicht gerettet werden konnten.

Doch auch alte Bäume hatten Mühe, über die Runden zu kommen. So hat zum Beispiel eine der alten Eichen in den Englischen Anlagen oberhalb des Schwellenmättelis im Sommer wegen Wassermangels einen Teil ihrer Krone abgeworfen. Der Rest des Baumes muss nun aus Sicherheitsgründen entfernt werden.

db/SDA

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt