Zum Hauptinhalt springen

In Bern entdeckte er die Langsamkeit

Pfarrer Jürg Welter verlässt nach 18 Jahren die Münsterkanzel. Bevor er in Bern Meditations- und Lektüregruppen gründete, lehrten ihn die Jugendlichen in Wohlen das «wilde Leben.»

1995 kam Pfarrer Jürgen Welter ans Münster. Hier predigte er sonntags durchschnittlich vor rund 200 Personen.
1995 kam Pfarrer Jürgen Welter ans Münster. Hier predigte er sonntags durchschnittlich vor rund 200 Personen.
Adrian Moser

«Das Pfarrersein war mein Leben», sagt Jürg Welter. Oft arbeitete er sieben Tage die Woche. Für einen 63-Jährigen hat er ein junges Gesicht, dessen einzige Falten Lachfältchen um die Augen sind. Er strahlt, als er den Blick über die Bankreihen im Münster streifen lässt. Es ist halb 10 Uhr morgens, draussen warten bereits Touristen. «Für mich ist das Gebäude nie leer», sagt Welter. Es erinnert ihn an die Menschen, denen er an Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen begegnet ist.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.