Im Werkhof wird unverpackt

Ein Verein möchte im Werkhof 102 in Bern einen Laden ohne Verpackungen eröffnen. Zahlen kann man mit Kryptowährung.

Bald könnte der Werkhof 102 auch noch einen Laden ohne Verpackungen erhalten.

Bald könnte der Werkhof 102 auch noch einen Laden ohne Verpackungen erhalten. Bild: Gianna Blum

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Der Trend der Läden, die ohne Verpackungen auskommen, geht weiter. Der Verein Bern Unverpackt möchte noch diesen August einen Laden in den hinteren Räumlichkeiten des Berner Werkhofs 102 an der Schwarztorstrasse einrichten. An einer Wand und mobilen Ständen sollen künftig Glasbehälter stehen. Im Laden sollen zu Beginn dann etwa 20 Produkte erhältlich sein, darunter Müesli aus Wabern, Schoggi aus Köniz, Buchweizen aus Uettligen sowie in Bern handgefertigtes Duschgel und Shampoo.

Bern Unverpackt hat deshalb auf Wemakeit.ch ein Crowdfunding gestartet. Von den angestrebten 25’000 Franken fehlen im Moment aber noch 10’000 Franken, um das Projekt umzusetzen. Noch einen Monat läuft das Projekt, dann sollte das Geld zusammenkommen. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir genug sammeln können», sagt Sara Stoller, Mitglied im 15-köpfigen Verein von Bern Unverpackt.

«Wir wollen die Abfallberge verringern und lokalen Produkten eine Plattform bieten», sagt die Kaufmännische Angestellte. Im Moment verursache ein Schweizer pro Jahr rund 700 Kilogramm Abfall pro Person und Jahr. «Lohn werden wir im Verein keinen zahlen», sagt Stoller. Das Projekt soll ehrenamtlich bleiben. «Allfällige Gewinne aus den Verkäufen investieren wir in neue Produkte», sagt Stoller. Bezahlt werden kann auch mit der Kryptowährung Faircoin.

Neu ist die Idee auch in Bern nicht: Mittlerweile gibt es in der Region Bern einige Läden, in denen man Produkte ohne Verpackung kaufen kann. Darunter die Palette in der Münstergasse, das Lola in der Lorraine oder auch i-lade in Spiegel bei Bern.

Erstellt: 15.06.2018, 15:46 Uhr

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