Im Viererfeld will die Stadt aus Fehlern von Brünnen lernen

Bis im Herbst 2018 sollen Gestaltungsvorschläge für ein urbanes Berner Stadtquartier vorliegen.

2023 soll im Viererfeld gebaut werden.

2023 soll im Viererfeld gebaut werden. Bild: Franziska Scheidegger

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Die Überbauung Viererfeld wird nicht im stillen Kämmerlein geplant, wie dies noch in Brünnen der Fall war: Im Januar startet die Stadt Bern einen städtebaulichen Wettbewerb, an dem «die besten Teams» teilnehmen sollen, sagt Stadtplaner Mark Werren im Interview mit dem «Bund». Die Teams sollen nicht «nur» eine städtebauliche Idee für das Quartier, sondern auch Entwürfe für den Stadtteilpark sowie erste Stadt- und Wohnhäuser entwickeln. Den Vorgaben entsprechend dürften sich nur Teams am Wettbewerb beteiligen, die nebst Architekten auch weitere Fachpersonen wie zum Beispiel Verkehrsplaner, Soziologen und Landschaftsarchitekten umfassen.

«Brünnen hat gezeigt, dass man Städtebau nicht nur konzeptuell entwickeln kann», sagt Mark Werren. Mit der jüngst verabschiedeten Areal- und Wohnstrategie habe sich der Gemeinderat zur Planung einer «durchmischten, lebendigen und urbanen Stadt» verpflichtet. In der Strategie ist etwa festgehalten, dass die Parterrenutzungen an «Hotspots» des neuen Quartiers nicht nur Wohnungen, sondern auch «Gewerbe, Gastronomie und Coworking» umfassen sollen.

Wieviel Stadt gehört auf das Viererfeld? Im Viererfeld will die Statplanung alles richtig machen. Wie aber soll der Stadteil aus Ihrer Sicht gestaltet werden? Diskutieren Sie mit im «Stadtgespräch»:

Zahl und Art der Baufelder werden erst im Masterplan festgelegt. Dieser wird aufgrund der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs erstellt. Laut Gemeinderat Michael Aebersold (SP) werden die Bauträgerschaften der einzelnen Baufelder öffentlich ausgeschrieben. Die Hälfte der 1140 Logis soll als gemeinnütziger Wohnraum realisiert werden. Zur Bündelung von Know-how haben sich einige Genossenschaften bereits zu einer «Genossenschaft der Genossenschaften» zusammengeschlossen. Diese möchte für 100 bis 150 Wohnungen Eingaben machen, wie Daniel Blumer vom Regionalverband der Wohnbaugenossenschaften sagt. Laut Aebersold könnte der Zusammenschluss «für Schub sorgen». Der Gemeinderat wolle in einer ersten Etappe «rasch bis zu 300 Wohnungen» realisieren. (Der Bund)

Erstellt: 15.12.2017, 06:36 Uhr

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