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Im Schlachthof

Vor knapp siebeneinhalb Jahren wurden im Schlachthof Bern die letzten Tiere erlegt. Nun entstehen dort Wohnungen – und eine Kita. Ein Blick zurück.

Woher kommt unser Essen, unser Fleisch, unser Brot? Früher, da wusste man das, sagen in der Regel die Altvordern. Zumindest wusste man noch, wo die meisten Tiere geschlachtet wurden, nämlich auf Stadtgebiet. New York und Chicago hatten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gigantische und vollindustrialisierte Meatpacking Districts (nachzulesen in Upton Sinclairs «Im Dschungel»), und wenn man denn so will, war der Berner Wyler eine Miniaturform dieser grossindustriellen Tierschlachtfabriken.

Dort, an der Stauffacherstrasse, war der Schlachthof während über achtzig Jahren in Betrieb – zunächst als städtischer Betrieb, zum Schluss wurde er privatisiert. Besonders in diesen letzten Jahren habe es im Quartier gestunken, ist im «Bund» nachzulesen, wie auch ein Streit zwischen der Stadt und der Betreiberschaft diese finalen Tage überschattet hat.

Dann, am 31. März 2006, wurde die Schlachtung eingestellt, denn der boomende Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf musste dann doch nach und nach entwickelt werden – und da stören «Fäkaliengestank und Tierlaute», so der «Bund» am letzten Schlachttag im Wyler.

Nun, siebeneinhalb Jahre nach dem Schlachtende und zwölf Jahre nach der Sprengung des Wankdorfstadions, entstehen dort Wohnungen – und eine Kita. Die Plätze für die Tagesstätte stossen auf grosses Interesse, dort, am Tor zur neuen und sogenannten WankdorfCity, wo vor noch nicht allzu langer Zeit Tiere geschlachtet wurden.

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