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Im besten Fall entsteht eine Freundschaft

Im Mattenhof vermittelt das Kompetenzzentrum Alter der Stadt Bern älteren Menschen Nachbarn für kleine Hilfestellungen. Von den Kontakten profitieren aber auch die Jungen.

Laura Bally, Thomas Vogt und Gottfried Keller (von links) jassen jeden Mittwochnachmittag zusammen
Laura Bally, Thomas Vogt und Gottfried Keller (von links) jassen jeden Mittwochnachmittag zusammen
Franziska Rotenbühler
Gottfried Keller hat eine grosse Leidenschaft für Eisenbahnen und hat in seinem Schlafzimmer eine Modelleisenbahn gebaut. Baubeginn war noch in den 70iger-Jahren.
Gottfried Keller hat eine grosse Leidenschaft für Eisenbahnen und hat in seinem Schlafzimmer eine Modelleisenbahn gebaut. Baubeginn war noch in den 70iger-Jahren.
Franziska Rotenbühler
Susy Balsiger und Brigitte Berisha spazieren wöchentlich um die Friedenskirche.
Susy Balsiger und Brigitte Berisha spazieren wöchentlich um die Friedenskirche.
Adrian Moser
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Es dauert nicht lange, bis Ulrich Weber unter den 34 Klingeln diejenige der Familie Ryser findet. Er will mit Simon Ryser Schach spielen. Die beiden Senioren sind einander von der Nachbarschaftshilfe Bern vermittelt worden. Nun treffen sie sich zum ersten Spiel.

Oben steht Ryser im engen Gang und wartet auf den Gast. Man begrüsst sich förmlich und bleibt vorerst beim Sie. Rysers Frau hat den Esstisch in der Stube mit Kaffee und Güezi gedeckt. Auch die Schachtel mit dem Schachspiel steht schon da. «Es ist ein altes», sagt Ryser, während er die Schachtel öffnet. Er habe das Spiel von seinem Vater geerbt. Die beiden Männer lassen Kaffee und Süssigkeiten unberührt. Sie wollen gleich mit dem Spiel beginnen. «Ich habe seit 40 Jahren nicht mehr Schach gespielt», sagt Weber und stellt seine Figuren zügig auf das Brett.

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