«Ich wünsche mir eine Heizung für den Marktstand»

Marktfahrerin Anita Salzmann fehlt es an nichts. Oder Moment, vielleicht doch?

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Anita und André Salzmann stehen hinter ihrem Marktstand auf dem Bärenplatz in Bern, wo sie die letzten Bananen, die niemand gekauft hat, wieder in Kisten verpacken. Und was steht dieses Jahr zuoberst auf ihrem Wunschzettel? «Eine Million», sagt André Salzmann, um gleich anzufügen, das sei eigentlich ein Scherz.

Ihnen fehle es an nichts. «Wir haben eine Wohnung, genug Geschirr im Schrank und auch beim Marktstand gerade erst ein neues Dach installiert», sagt Anita Salzmann. Zuoberst auf ihrem Wunschzettel stehe Zeit, um das Leben zu geniessen und spontan spazieren oder auswärts essen zu gehen. Mehr Friede in der Welt, Glück und Gesundheit seien auch sehr wichtig, fügt sie an.

Aber Materielles? Anita Salzmann überlegt lange. Handschuhe, um die kalten Hände zu wärmen? Eine Mütze? Salzmann winkt ab. Diese ziehe sie nur über, wenn die Temperaturen etwa minus zehn Grad erreichten. Dank dem milden Dezember müsse sie Früchte und Gemüse nicht unter Plastikplanen verpacken. «Ich wäre dankbar, es würde weiterhin nur in den Bergen schneien. Dann bleibt uns diese Arbeit erspart», sagt die Bauerntochter aus Kerzers.

Und noch ein Wunsch fällt ihr ein: «Es wäre schön, die Leute würden wieder vermehrt auf dem Markt statt bei den Grossen oder im Ausland einkaufen.» Und dann fällt ihr doch noch etwas ein, das man ihr in Form eines Geschenkes überreichen könnte. «Wenn es richtig kalt wird in Bern, dann wäre eine zweite Heizung für den Marktstand schön», sagt sie.

jan

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