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«Ich übe gerne, finde aber leider oft nicht die nötige Zeit dafür»

Der Leiter der Swiss Jazz School und bekannte Jazzmusiker, Stewy von Wattenwyl findet es gut, dass die Kluft zwischen Jazz und Klassik nicht mehr so tief ist.

Markus Dütschler
Meister der 88 Tasten: Jazzpianist Stewy von Wattenwyl.
Meister der 88 Tasten: Jazzpianist Stewy von Wattenwyl.
Franziska Rothenbühler

In Anzug und Krawatte, seriös wie Banquiers, geben die Jazzmusiker eine Kostprobe ihres Könnens. Es war 1967, als das Schweizer Fernsehen – noch in Schwarzweiss – einen Beitrag über die erste Schweizer Jazzschule in Bern sendete. «Ich kenne die Herren», sagt Stewy von Wattenwyl, der heutige Schulleiter. «Es war ihnen wichtig zu zeigen, dass sie keine saufenden Kiffer sind, sondern eine seriöse Institution vertreten.» Die bescheidenen Anfänge spielten sich im Rahmen des Coop-Freizeitwerks ab, dem Pendant zur Migros-Klubschule. Zehn Jahre kämpfte die Schule, bis sie vom Kanton als Musikerausbildung anerkannt wurde. Stewy von Wattenwyl kennt die Schule im Hochhaus am Eigerplatz, seit er als fünfjähriger Knirps hier Rhythmikstunden bekam. Das bedeutet aber nicht, dass der Weg zum Schulleiter dieser Institution vorgegeben war, im Gegenteil. Einen künstlerischen Beruf anzustreben, erschien damals noch mehr als heute als Risiko, und wenn schon Musiker, dann eher an einem Konservatorium als an einer Jazzschule.

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