Zum Hauptinhalt springen

«Ich kann mir weitere Projekte vorstellen»

Wie dereinst ein Tram durch die enge Länggassstrasse fahren soll, kann sich die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) im Moment nicht vorstellen. «Das wird die weitere Projektierung zeigen.»

Ursula Wyss bei der Vorstellung des neuen Trolleybusses von BernMobil.
Ursula Wyss bei der Vorstellung des neuen Trolleybusses von BernMobil.
Franziska Rothenbühler

Frau Wyss, kaum haben wir über ein Tram abgestimmt, kommt schon das nächste. Ist das Zufall? Das hat mit der Komplexität der Planungen zu tun: Das Tram Bern Ostermundigen kann frühestens 2027 in Betrieb gehen. Das Tram in die Länggasse im Jahr 2035. Das sind lange Planungsphasen, die entsprechend langfristig vorbereitet werden müssen.

Sie haben zuerst an ein Tram Wyler – Länggasse gedacht. Nun haben Sie sich eines Besseren belehren lassen? Das war die erste subjektive Herangehensweise: Man erlebt tagtäglich, dass der 20er-Bus übervoll ist. Zudem gibt es auf der Achse Nordring-Winkelriedstrasse genug Platz für ein Tram. Aufgrund subjektiver Wahrnehmungen kann man aber keine neuen Linien planen. Daher braucht es eine Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB), die auf konkreten Zahlen basiert. Entscheidend ist, dass wir am Schluss überall das sinnvolle ÖV-Verkehrsmittel einsetzen.

Die Linie in die Länggasse wird nicht das letzte Projekt sein? Ich kann mir durchaus weitere Projekte vorstellen. Stadt und Agglomeration wachsen – da brauchen wir eine gute ÖV-Infrastruktur.

Die Sanierung der Länggassstrasse war blockiert, weil es zuwenig Platz für Velos und parkierte Autos hat. Wie passt da noch ein Tram rein? Das werden die Fachleute bei der Projektierung zeigen müssen. Im Jahr 2012 hat das Verwaltungsgericht eine Beschwerde von Pro Velo gut geheissen und entsprechende Projektanpassungen verlangt. Wir haben daraufhin die Sanierung der Länggassstrasse sistiert, weil wir zuerst die ZMB fürs Tram abwarten wollten. Dies war vor allem wegen des Untergrundes nötig. Wir wollten bei der Sanierung nicht Leitungen neu legen, um sie ein paar Jahre später wegen des Trams wieder umlegen zu müssen.

Das Projekt sah in der Länggasse Alleebäume mit Parkplätzen vor. Da ist ein Tram kaum vorstellbar. Ich kann mir das im Moment auch nicht vorstellen. Aber, wie gesagt, das wird die weitere Projektierung zeigen.

Wann kommt Tempo 30 in der Länggassstrasse? Die Verkehrsplaner werden entscheiden, ob man Tempo 30 als Zwischenschritt vorziehen kann. Ich würde mir dies wünschen und es kommt den Bedürfnissen des Quartiers sicher entgegen, wenn wir Massnahmen vorziehen können, die keine grossen baulichen Eingriffe nötig machen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch