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«Ich kann meinem Volk
 nur mit Singen helfen»

Houry Dora Apartian ist in der syrischen Stadt Aleppo aufgewachsen. Sie lebt für den Jazz und bewundert ihre Verwandten, die in der Heimatstadt ausharren.

Hat das Lachen nicht verlernt: Houry Dora Apartian.
Hat das Lachen nicht verlernt: Houry Dora Apartian.
Valérie Chételat

«Was sind das für Zeiten/
wo ein Gespräch über Bäume fast ein 
Verbrechen ist/Weil es ein Schweigen 
über so viele Untaten einschliesst!»

Die Bäume auf der Grossen Schanze sehen aus wie Aleppo-Kiefern. «Sie erinnern mich an meine Heimat», sagt die armenische Sängerin Houry Dora Apartian. Im Unterschied zur Aussage im Gedicht «An die Nachgeborenen» von Bertolt Brecht (1898–1956) führt das Gespräch mit Apartian über Bäume aber ­direkt zu den Untaten, die ihre Heimatstadt verwüstet haben. Dabei war Aleppo einst «eine der schönsten Städte der Welt», wie die in eigener Sache sonst eher bescheiden auftretende Musikerin sagt.

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