«Ich bin erleichtert, dass wir das Budget einhalten konnten»

Seit Montag ist der sanierte Eigerplatz wieder voll in Betrieb. Die nächsten grossen Bauprojekte in der Stadt sind der Breitenrainplatz und das Ostermundigen-Tram.

Die Baudirektorin Ursula Wyss (3.v.l.) ist sehr zufrieden mit dem neuen Eigerplatz.

Die Baudirektorin Ursula Wyss (3.v.l.) ist sehr zufrieden mit dem neuen Eigerplatz.

(Bild: Adrian Moser)

Frau Wyss, der ÖV-Verkehr am neu gestalteten Eigerplatz rollt wieder. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Ich bin erleichtert, dass wir das Budget und die Termine innerhalb der 16 Monate Bauzeit einhalten konnten. Dafür gebührt den Bauverantwortlichen ein grosses Lob. Ich bin auch froh, dass auf der Baustelle keine Unfälle passiert sind. Die Belastung für die Wohnbevölkerung war teilweise gross, aber nun sehen wir ein gelungenes Ergebnis.

Auf dem Platz stehen aber immer noch einige Baumaschinen herum. Weshalb?
Das Eiger-Pärkli gegenüber dem Bernmobil-Depot ist noch nicht fertiggestellt. Ab dem 10. September soll es der Wohnbevölkerung zur Verfügung stehen. In Absprache mit dem Quartier soll es einen Brunnen und viel Platz zum Verweilen geben. Dazu werden im Herbst wieder Bäume gepflanzt und Bänke hingestellt. Damit schaffen wir die Voraussetzung für einen attraktiven Begegnungsort.

Werden Fussgänger und Velofahrer auf dem Eigerplatz bevorzugt?
Es ist nun jedenfalls viel sicherer für Velofahrer, dadurch dass separate Bypässe neben dem neuen Kreisel erstellt wurden. Wer mit dem Velo Richtung Monbijou oder Köniz abbiegt, muss nicht mehr durch den Kreiselverkehr fahren. Da nun auf dem Platz und den umliegenden Strassen Tempo 30 gilt, ist es auch für die Fussgänger weniger gefährlich. Auf der Belpstrasse wurde zudem das Trottoir verbreitert. Und da es dort keine Haltestelle mehr gibt, kann der Ort auch von den Beizen genutzt werden.

Das Tempo 30 wurde von SVP-Fraktionschef Roland Jakob kritisiert, weil es den Verkehrsfluss bremse. Welche Vorteile bietet die 30er-Zone?
Die Tempo-30-Zone war eine wichtige Forderung des Quartiers: Es gibt dadurch weniger Lärmemissionen, und es ist sicherer für die Fussgänger und Velofahrer. Man weiss zudem, dass Tempo 30 im städtischen Verkehr die Kapazität nicht reduziert, weil man vom Stop-and-go-Effekt wegkommt und der Verkehr flüssiger wird.

Durch die Sanierung des Sulgenbachkanals entstanden hohe Mehrkosten. Gab es daraus Folgekosten für das Eigerplatz-Projekt?
Der Sulgenbachkanal musste saniert werden, das ist richtig. Deshalb wurden Teilstücke der beiden Kanäle in der Umgebung des Eigerplatzes ersetzt. Das hat aber keinen Zusammenhang mit den Kosten für das Eigerplatz-Projekt. Der städtische Kredit für den Eigerplatz ist von den Kostenüberschreitungen für den Kanal nicht betroffen.

Wo stehen die nächsten Bauprojekte der Stadt Bern an?
Da wäre zum einen der Breitenrainplatz, der leider durch eine Beschwerde immer noch blockiert ist. Im Zentrum stehen die Umgestaltung des Breitenrainplatzes sowie die Sanierung der Gleisanlagen zwischen Kursaal und Guisanplatz. Dann wird im November nochmals über die die Tramlinie zwischen Bern und Ostermundigen abgestimmt. Diesem Projekt hat die Stadtbevölkerung schon einmal zugestimmt. Weiter soll beim Ostring und der Thunstrasse der Quartierverkehr verträglicher werden. Und natürlich der Bahnhof: Dort hat die Baustelle eben erst begonnen. All das sind wichtige Projekte gerade für den öffentlichen Verkehr und damit für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Der Bund

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