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«Ungeahntes Mass an Gewalt»

Nach der Räumung der besetzten Liegenschaft an der Effingerstrasse kam es am Mittwochabend während eines Protestumzugs zu massiven Sachbeschädigungen.

Am Mittwochabend zogen rund 300 Leute von der Schützenmatte durch die Länggasse.
Am Mittwochabend zogen rund 300 Leute von der Schützenmatte durch die Länggasse.
gbl
Dabei ging einiges zu Bruch. Zum Beispiel die Scheiben der Bushaltestelle Bollwerk...
Dabei ging einiges zu Bruch. Zum Beispiel die Scheiben der Bushaltestelle Bollwerk...
mer
Die Besetzer hoffen auf Unterstützung.
Die Besetzer hoffen auf Unterstützung.
mer
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Aus der Kundgebung heraus seien zahlreiche Sprayereien verübt und Schaufenster, Bankomaten, parkierte Autos sowie eine Bushaltestelle beschädigt worden, teilte die Kantonspolizei gestern mit. Der Umzug war am Mittwochabend um 20.30 Uhr bei der Schützenmatte in Richtung Bierhübeli und Länggasse gestartet und von der Polizei zunächst toleriert worden. Nachdem zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet und massive Sachbeschädigungen festgestellt worden seien, habe die Polizei die Demonstration auf der Höhe der Hallerstrasse gestoppt und Teilnehmer zurückgedrängt.

Die Demonstranten zogen sich in der Folge auf die Schützenmatte zurück, wo es zu weiteren Sachbeschädigungen kam. Die Polizei sperrte deshalb die Achse Bollwerk–Lorrainebrücke für rund eine Stunde ab, um eine Fortsetzung der Kundgebung in der Innenstadt zu verhindern.

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) hat nach der Räumung an der Effingerstrasse mit einer Demonstration gerechnet. «Hingegen erlebten wir einmal mehr ein ungeahntes Ausmass an Gewalt.» Diese habe in dieser Heftigkeit nicht vorausgesehen werden können. «Die Hausbesetzenden und Demonstranten gingen mit gezielten Angriffen gegen die Einsatzkräfte vor», sagt Nause. «Heute können wir also von Glück reden, dass nicht mehr passiert ist.»

Hätte der Umzug nicht von Anfang an blockiert werden können? Nause: «Die Stadt Bern vertritt seit jeher die Haltung, Verhältnismässigkeit walten zu lassen.» Dies habe die Kantonspolizei auch für die gestrige Demonstration so umgesetzt. «Sie liess die Demonstranten gewähren, solange sie sich friedlich verhielten, und schritt ein, als dies nicht mehr der Fall war.» Nause glaubt, dass das alles nicht nötig gewesen wäre, «wenn die Hausbesetzenden den Dialog mit der Stadt gesucht hätten». Die Gesprächsbereitschaft vonseiten der Besetzer sei jedoch nicht vorhanden gewesen.

SDA/mer

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