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Hochwasserschäden liegen bei mindestens 30 Millionen Franken

Die Hochwasser dürften Schäden von mindestens 30 bis 35 Millionen Franken angerichtet haben. Davon geht der Kanton in einer ersten Bilanz aus.

Eine Woche nach den Hochwassern wurde die Schadenssumme langsam aber sicher klar.
Eine Woche nach den Hochwassern wurde die Schadenssumme langsam aber sicher klar.
Keystone
Diese liegt bei bei mindestens 35 Millionen Franken.
Diese liegt bei bei mindestens 35 Millionen Franken.
Keystone
Die Schäden gehen in die Millionen.
Die Schäden gehen in die Millionen.
Keystone
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Die bernische Bau-, Verkehrs und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte am Dienstag bei einem Besuch der vom Hochwasser schwer betroffenen Ortschaft Mitholz vor den Medien, die Schäden an der Kantonsstrasse nach Kandersteg würden auf sechs bis acht Millionen Franken geschätzt.

Die Berner Oberland-Bahnen und die Zentralbahn schätzen die Schäden an ihren Anlagen im Lauterbrunnental und in der Region Meiringen/Brienz auf zwei respektive drei bis vier Millionen Franken, wie Sprecher am Dienstag auf Anfrage Angaben der Zeitung «Berner Oberländer» bestätigten. Das Bahnunternehmen BLS bezifferte den Schaden an der Lötschberglinie am Dienstag auf fünf bis sechs Millionen Franken.

Dazu kommen rund 10 Millionen Franken, welche die Gebäudeversicherung Bern ihren Kunden auszahlen dürfte und fünf Millionen Franken, welche die Schweizerische Mobiliar aufwenden muss. Diese Zahlen haben die Sprecherinnen der beiden Unternehmen in den letzten Tagen bekannt gegeben.

Geht man von weiteren Kosten bei Gemeinden und Versicherungen aus, kommt man auf mindestens 30 bis 35 Millionen Franken Schäden durch die Hochwasser im Berner Oberland.

Strasse im Dezember wieder zweispurig

Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer gab am Dienstag in Mitholz auch bekannt, dass die beim Unwetter stark beschädigte Kantonsstrasse von Frutigen nach Kandersteg noch vor Weihnachten wieder voll in Betrieb gehen soll.

Derzeit benützen die Fahrzeuge von Kandersteg aus nur talwärts die Kantonsstrasse durch den Lawinenschutztunnel Mitholz. Bergwärts wird der Verkehr über eine seit mehreren Jahren existierende Notstrasse geführt.

Bei der Besichtigung am Dienstag zeigte sich, dass die Strasse auf den ersten Blick schon wieder recht gut aussieht: es besteht ein Asphaltbelag beim und durch den Tunnel.

Zweispurig durch die Betonröhre führen könne man den Verkehr aber noch nicht, sagte Kreisoberingenieur Markus Wyss. Denn die Fahrbahn verlaufe heute 60 bis 70 Zentimeter tiefer als vor dem Hochwasser. Dieses hatte den gesamten Kieskoffer unter dem Strassenbelag durch den Tunnel weggeschwemmt. Die 80 Zentimeter Abstand von der Fahrbahn zum Bankett stellten eine zu grosse Gefahr dar, um den Verkehr zweispurig zu führen, sagte Wyss.

Die BLS will die Bahnstrecke Frutigen-Kandersteg ab kommendem Montag zumindest eingleisig wieder befahren, wie das Bahnunternehmen am Dienstag mitteilte. Das zweite Gleis kann voraussichtlich erst gegen Ende November fertiggestellt werden.

Mehr als ein Jahrhunderthochwasser

Regierungsrätin Egger-Jenzer reiste am Dienstag ins obere Kandertal, um sich ein eigenes Bild der Lage zu machen und den Betroffenen die Unterstützung des Kantons zuzusichern. Den Betroffenen drückte sie ihr Mitgefühl aus.

Laut Egger führte die Kander vergangenen Woche mehr Wasser als beim letzten grossen Hochwasser 2005. Demzufolge habe es sich um mehr als ein Jahrhunderthochwasser gehandelt. 2005 blieb Mitholz von den Fluten verschont. Noch müsse man mehr wissen über das, was letzte Woche im oberen Kandertal genau passiert sei, sagte Egger. Sie habe entsprechende Aufträge erteilt.

Froh zeigte sich Egger, dass sich die in den letzten Jahren erstellten Schutzbauten - etwa in Kandersteg oder Reichenbach - bewährt haben.

SDA/js

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