Hier «lernen Easyjet-Piloten das Handwerk»

Braucht Bern den Flughafen Belpmoos? Im «Stadtgespräch» argumentieren die Leser für beide Seiten.

Für die Gegner des Flughafens Belpmoos sind hauptsächlich wirtschaftliche Argumente ausschlaggebend.

Für die Gegner des Flughafens Belpmoos sind hauptsächlich wirtschaftliche Argumente ausschlaggebend. Bild: Adrian Moser

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«Es ist einfach ein schönes Erlebnis, über die Heimatstadt mit Blick auf die Berge an- oder abzufliegen.» So schwärmt Leser Oliver Kiener auf der «Bund»-Diskussionsplattform «Stadtgespräch» über den Flughafen Belpmoos. In der Debatte, ob der Kanton Bern Geld in seinen Flughafen stecken soll, ist für Kiener klar: «Für mich gehört der Flughafen gefördert.» Er würde den Flughafen privat immer sehr gern benützen, neben dem Erlebnis komme hinzu, dass man Zeit und Geld spare gegenüber einem Abflug etwa in Zürich. Manuel Schwab sorgt sich um den Ruf Berns: «Solange Bern seinen Status als Bundeshauptstadt wahren will, ist ein Flughafen unumgänglich.»

Keine direkten Verbindungen zur Botschaftsstadt zu haben, wäre «peinlich und wohl ein Unikum auf der Welt». In der positiven Haltung zum Flughafen zur Seite steht ihm Leser Heinz Mühletaler. Auf dem Belpmoos würden «viele Piloten ihr Handwerk lernen», schreibt er, und zwar genau jene, die später die Easyjet-Flugzeuge ab Basel, Zürich oder Genf pilotieren würden. Zudem versteht er nicht, dass man sich an den wenigen grösseren Fliegern, welche das Belpmoos täglich ansteuern, stören könne – nicht aber am «Stau beim Bollwerk» und den «stinkenden Bussen» in der Stadt. Ist der Verkehr in der Stadt also sowieso viel schlimmer als der Fluglärm über der Region Bern? Diesem Argument widerspricht Leser Urs Müller.

Diskutieren Sie zu diesem Artikel im «Stadtgespräch»: stadtgespraech.derbund.ch

Den öffentlichen Verkehr benutze er täglich, den Flughafen Belpmoos hingegen habe er in den 22 Jahren, die er schon in Bern wohne, nie benützt. Es sind ansonsten vor allem wirtschaftliche Argumente, welche die Flughafengegner ins Feld führen: Hier würden «Landungen von Privatjets» subventioniert, findet Leser Roberto Steiger. Rudolf Häni analysiert, dass über die Hälfte der von Sykwork angeflogenen Orte Feriendestinationen seien und deshalb «keinen wirtschaftlichen Mehrwert» bringen würden. Hans Künzi findet: Die Schweiz habe sowieso zu viele Regionalflugplätze, «gemessen an der Landesgrösse und dem dichten ÖV-Netz». Leser Christoph Vogt schliesslich schreibt: «Der Flugplatz nützt denen etwas, die ihn nützen, die sollen auch bezahlen dafür.»

Und was meinen Sie? Diskutieren Sie mit unter belpmoos.derbund.ch.

(Der Bund)

Erstellt: 24.01.2018, 19:51 Uhr

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