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Heisse Debatte um Nukleargeschäft mit Russland

Die Axpo steht wegen Atomgeschäften mit Russland in der Kritik. Die BKW lud einen Befürworter dieser Kooperation ein.

Die BKW nahm gestern Donnerstag einen Anlauf, Transparenz über die Beschaffung des Brennstoffs für ihr AKW Mühleberg zu schaffen. Die Konkurrentin Axpo hatte dies schon 2008 mit einem wesentlich detaillierteren Bericht für ihre zwei AKW in Beznau versucht. Dumm nur: Die Angaben stellten sich als falsch heraus. Anfang September musste Axpo-Chef Manfred Thumann in der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens zugeben: «Wir müssen leider feststellen, dass ein Teil des Urans leider auch aus Majak kommt.» Die Axpo versprach damals, ihre Untersuchungen nachzubessern. Heute Freitag wird sie darüber informieren. Majak ist ein gigantischer Atomkomplex in Russland. 1957 ereignete sich dort ein schwerer Atomunfall, dessen Auswirkungen mit Tschernobyl vergleichbar sind. Nicht nur die Altlasten, auch der aktuelle Betrieb verursachten weiträumige radioaktive Verseuchung, kritisieren unabhängige Experten und Umweltorganisationen.

Brennstoff in Russland bearbeitet

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