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Heimverband unterstützt «schwarze Liste»

Die Vollversammlung des Heimverbands Bern diskutierte Massnahmen nach dem Missbrauchsfall.

Ueli Affolter, Geschäftsführer Heimverband Bern, gibt zu bedenken, dass eine schwarze Liste nur vorbestrafte Täter aufnehmen würde. (Adrian Moser/Archivbild)
Ueli Affolter, Geschäftsführer Heimverband Bern, gibt zu bedenken, dass eine schwarze Liste nur vorbestrafte Täter aufnehmen würde. (Adrian Moser/Archivbild)

Erstmals seit im Februar bekannt wurde, dass ein Sozialtherapeut während fast 30 Jahren in neun Heimen über 100 Kinder und Behinderte missbraucht hat, trafen sich die Leiter der Berner Institutionen an einer Vollversammlung des Heimverbands Bern. Sie diskutierten über notwendige und mögliche Massnahmen, die noch stärker zum Schutz ihrer Bewohner vor sexuellen Übergriffen beitragen können. Dabei orientierten sich die Teilnehmer stark an den offensichtlichen Schwachstellen, die der Fall des Berner Oberländer Sozialtherapeuten aufzeigt. Der Heimverband Bern unterstützt die Idee einer schwarzen Liste für verurteilte Pädophile. Diese Forderung wurde nach Bekanntwerden des Missbrauchfalls laut. Für Lehrpersonal beispielsweise existiert bereits heute eine solche Liste. «Das löst das Problem nicht», sagt Ueli Affolter, Geschäftsführer Heimverband Bern, auf Anfrage. Denn der Täter war in diesem Fall nicht vorbestraft. Trotzdem könnte damit vermieden werden, dass sogar verurteilte Sexualstraftäter weiter Kinder oder Behinderte in Heimen missbrauchen könnten. Eine schwarze Liste müsste auf nationaler Ebene realisiert werden, deshalb werde der Heimverband Bern nun Kontakt mit den nationalen Verbänden aufnehmen.

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