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Hausbesetzung auf dem Wifag-Areal

Ein Besetzerkollektiv hat ein Industriegebäude auf dem Wifag-Areal in Beschlag genommen. Dort soll eine «antikapitalistische Insel» entstehen. Die Eigentümer haben jedoch andere Pläne.

Besetzt: Das ehemalige Industriegebäude der Wifag an der Wylerringstrasse.
Besetzt: Das ehemalige Industriegebäude der Wifag an der Wylerringstrasse.
Benjamin Hämmerle
Spärliche Dekoration: Die Besetzer hatten wohl noch nicht genug Zeit, ihre «antikapitalistische Insel» gebührend zu verschönern.
Spärliche Dekoration: Die Besetzer hatten wohl noch nicht genug Zeit, ihre «antikapitalistische Insel» gebührend zu verschönern.
Benjamin Hämmerle
«Wifag the System»: Die «Kinder von Bern» haben sich neuen Freiraum erobert.
«Wifag the System»: Die «Kinder von Bern» haben sich neuen Freiraum erobert.
Benjamin Hämmerle
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Mehrere farbige Transparente hängen an der Fassade des Industriegebäudes an der Wylerringstrasse 29, «Wifag the System» steht auf einem, «Besetzt» auf einem anderen. Der Haupteingang ist mit Brettern verrammelt. Sonst deutet nicht viel auf eine Hausbesetzung. Doch offenbar hat eine Gruppe von Besetzern, die sich «Kinder von Bern» nennt, das Gebäude auf dem Wifag-Areal vor Kurzem in Beschlag genommen. Dies geht aus einem Kommuniqué hervor, welches am Freitag an die Medien verschickt wurde.

Die Besetzer wollen laut eigenen Angaben in der Liegenschaft eine «antikapitalistische Insel» erschaffen. Ob damit eine Nutzung als Wohnraum, Kreativraum oder beides verbunden ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch ein paar Jugendliche vor Ort, die sich als Mitglieder des Kollektivs zu erkennen geben, wollen dazu keine genaueren Angaben machen. Sie verweisen auf ein Folgekommuniqué und einen Eröffnungsanlass am Samstagabend.

Nach Recherchen von Redaktion Tamedia ist das Gebäude im Besitz der Ursula-Wirz-Stiftung und wurde in den vergangenen Jahren als Event-Halle genutzt. Ursula Wirz ist die 2007 verstorbene ehemalige Eigentümerin der Druckmaschinenfabrik Wifag. Ein Mitglied des Stiftungsrates sagte dem «Bund» am späteren Nachmittag, dass man versucht habe, mit den Besetzern zu verhandeln: «Es kamen zwei Vermummte ans Fenster, die aber das Gespräch verweigerten», sagte das Mitglied, dessen Name dem «Bund» bekannt ist. Die Stiftung habe den Besetzern eine Frist bis Montagmittag gesetzt, um das Gebäude zu verlassen. Auf dem Gelände sind Alterswohnungen geplant.

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