Hausbesetzer demonstrieren gegen bevorstehende Räumung

Die «Fabrikool»-Besetzer müssen ihr Haus in der Berner Länggasse Ende April verlassen. Rund 100 Personen demonstrieren heute für den Verbleib.

Der Demozug vor der alten Schreinerei an der Fabrikstrasse.

Der Demozug vor der alten Schreinerei an der Fabrikstrasse.

(Bild: ama)

Nächsten Dienstag muss das Besetzter-Kollektiv «Fabrikool» die alte Schreinerei auf dem Berner Vonroll-Areal verlassen. Doch freiwillig wollen die Besetzer das von ihnen renovierte Gebäude nicht aufgeben. Heute Nachmittag zogen sie mit rund 100 Sympathisanten, darunter Familien mit Kindern, durch das Berner Länggassquartier. Ob das Kollektiv das Gebäude Ende April verlässt, wollte an der Demo niemand beantworten. Fragen solle man schriftlich stellen, hiess es bei den Aktivisten.

Ein Teilnehmer sagte gegenüber dem «Bund», er sei hier, weil es solche nichtkommerziellen Treffpunkte in der Länggasse brauche. Während des Umzugs skandierten einige Demonstranten die Parole «Unsere Stadt, unser Quartier, weg mit den Yuppies, weg mit der Schmier». Von der Polizei war allerdings kaum etwas zu sehen. Einzig ein paar Verkehrspolizistinnen regelten den Verkehr. Nötig wurden sie, als die Demo für eine kurze Strecke auf die Länggasse-Strasse einbog und den Verkehr behinderte.

17 Jahre lang leer gestanden

Der Kanton, dem das Gebäude gehört, verkaufte das das Fabrikool Ende 2018 an das Berner Architektur- und Planungsbüro Hebeisen und Vatter. Beim Fabrikool-Kollektiv kam dieser Verkauf gar nicht gut an. Sie kündigten den Zwischennutzungsvertrag mit dem kantonalen Amt für Grundstücke und Gebäude auf Ende April. Die Behörde wiederum kündigte an, ein vertragsloser Zustand sei «nicht akzeptabel».

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