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Hausbau- und Energiemesse zeigt Wege zum Klimaschutz auf

An der Hausbau- und Energiemesse von nächster Woche in Bern präsentieren 400 Aussteller die neuste Technik zum Energiesparen. Hauseigentümer dürfen sich auf Unterstützung freuen.

200 Millionen Franken an Fördermitteln hat der Bund für die nächsten zehn Jahre aus der CO2-Abgabe für Haussanierungen in Aussicht gestellt. Die Devise lautet: Ölheizungen raus – erneuerbare Energien rein. Nicht nur bei Neubauten, auch bei Sanierungen soll Minergiestandard Zielvorgabe sein. Der Energieausweis für Gebäude, wie im kantonalen Energiegesetz vorgesehen («Bund» von gestern), soll gesamtschweizerisch angewandt werden. Weil die Anwendung neuster Technik noch nicht wirtschaftlich ist, brauche es Förderbeiträge, sagte Michael Kaufmann, Vizedirektor des Bundesamts für Energie, gestern vor den Medien.

Im Gebäudesektor liegt laut Kaufmann ein enormes Potenzial zur Reduktion des Energieverbrauchs und der klimaschädlichen Gase. «Das Haus der Zukunft ist ein Kraftwerk», so Kaufmann – ein Gebäude also, das mehr Energie produziert, als es verbraucht. Der Einsatz von Fotovoltaik auf Dach- und Fassadenflächen ist in der Plus-Energie-Architektur längst Praxis. Die Hausbau- und Energiemesse von nächster Woche in Bern präsentiert neuste Beispiele von klimaschonenden Lösungen im Gebäudesektor. Berater vor Ort rechnen vor, auf welche Unterstützung Hauseigentümer und Investoren konkret bauen können. Letztlich entscheiden die Kantone über die Fördersätze. Die Stiftung Klimarappen unterstützte über das Gebäudeprogramm, das bis Ende Jahr dauert, mehr als 7000 Projekte mit insgesamt 150 Millionen Franken.

Düsteres Klimaszenario

Just auf die Klimakonferenz von Kopenhagen heizte der Geschäftsleiter von Proclim Bern, Christoph Ritz, den Energieverbrauchern mit neuen Messresultaten ein: Das Meereis in der Arktis schmelze rascher als in den Modellen erwartet. «Es braucht drastische Massnahmen zur Emissionsreduktion», so Physiker Ritz, um die Klimaziele zu erreichen. Mit den Absichtserklärungen von Kopenhagen werde das Ziel, nämlich die Erderwärmung nicht über zwei Grad anwachsen zu lassen, bei Weitem verfehlt.

Rund die Hälfte des Energiebedarfs der Schweiz wird zum Heizen von Gebäuden aufgewendet. Der Direktor des Bundesamts für Umwelt, Bruno Oberle, zeigte sich zuversichtlich, dass die Schweiz den Verbrauch dank den Förderprogrammen halbieren kann.

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