Hans Wiprächtiger bleibt ohne Erfolg

In den letzten zwei Jahren sei es nie zu einem Treffen zwischen Reitschule und Polizei gekommen. Vermittlungsversuche von alt Bundesrichter Hans Wiprächtiger seien ohne Erfolg geblieben.

Gespräche zwischen Polizei und Reitschule sollten bald stattfinden.

Gespräche zwischen Polizei und Reitschule sollten bald stattfinden. Bild: Franziska Rothenbühler

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Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) verurteilt die neuesten Angriffe aus der Reitschule. Dabei wurde die Polizei vom Dach der Reitschule aus mit Flaschen, Steinen und einer Signalrakete angegriffen. «Falls tatsächlich eine Signalrakete abgefeuert wurde, handelt es sich um eine schwere Straftat», sagt von Graffenried. Die Ahndung solcher Vorfälle sei Aufgabe der Justiz. Er hofft, dass die Straftäter ermittelt werden können.

Der neueste Zwischenfall wurde angekündigt. Anfang Dezember beklagte sich die Reitschule in einem Post auf Facebook über die vermehrte Polizeipräsenz an «neuralgischen» Orten der Stadt. «Hier ist wieder mal ein klarer Aufruf nötig: Pfui, geht lieber den Verkehr regeln.»

Der Vorfall lässt vermuten, dass die Vermittlungsarbeit des von der Stadt beauftragten Alt-Bundesrichters Hans Wiprächtiger keinen Erfolg hatte. Stadtpräsident von Graffenried bestätigt dies: «Es ist in den letzten zwei Jahren nie zu einem direkten Gespräch zwischen der Reitschule und der Polizei gekommen.» Wiprächtiger habe zuerst den Auftrag gehabt, bis Mitte Jahr zwischen Reitschule und Polizei zu vermitteln. Im Juli sagte der Alt-Bundesrichter gegenüber der «Südostschweiz», dass die Kontakte «in den nächsten Monaten» stattfinden sollen. Ein weiteres Hinausschieben sei nicht sinnvoll.

Gleicher Ansicht ist auch Stadtpräsident von Graffenried. Er werde Anfang nächsten Jahres mit Wiprächtiger Bilanz ziehen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Wie man Reitschule und Polizei künftig an einen Tisch bringen könnte, ist offen. «Wir fördern weiter vertrauensbildende Massnahmen.» Er leite weiterhin die Stadtgespräche mit der Reitschule, an denen auch die Direktion von Reto Nause (CVP) wieder teilnehme. «Wir spielen da das Relais zwischen Polizei und Reitschule», sagt von Graffenried. (Der Bund)

Erstellt: 22.12.2017, 07:21 Uhr

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