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«Handwerk verdient mehr Wertschätzung»

Küchenchef Urs Messerli wünscht sich eine grössere Wertschätzung für das Handwerk und freut sich über ein Flasche Wein.

Zuoberst auf dem Wunschzettel von Küchenchef Urs Messerli stehen nicht materielle Dinge. Was er sich aber sehr wünscht, ist «eine grössere Wertschätzung für das Handwerk». Er bedauere die Tendenz, alles zu akademisieren. Darum zögerten junge Leute oft, einen handwerklichen Beruf zu erlernen oder eine Arbeit im Gastgewerbe, obwohl die Löhne in der Gastronomie heutzutage gut seien.

Er wolle den Freihandel nicht infrage stellen, sagt Messerli, der mit Compagnon Domingo S. Domingo in der Schweizerhof-Passage das mit 14 «Gault Millau»-Punkten benotete Restaurant Mille Sens führt. «Für mich ist schwer nachvollziehbar, weshalb wir Pouletbrüstli aus Brasilien oder China importieren müssen.» Der Konsument solle den Wert eines guten regionalen Produkts schätzen und bereit sein, dafür einen fairen Preis zu bezahlen. Fleisch für das Mille Sens beziehe er möglichst im Inland. Sein Compagnon gehe jede Woche zweimal auf den Märit. «Nur die Gewürze kommen aus aller Welt», darum trägt das Restaurant den Zusatznamen «Les goûts du monde».

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