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Günstiger Wohnen «kaum möglich»

2600 Franken Miete für eine 4,5-Zimmerwohnung am Centralweg in der Lorraine: Überrissen, findet das Nachbarschaftskomitee. Auf einer so kleinen Parzelle lasse sich kaum preisgünstig bauen, erwidert die Stadt.

Die Quartierbewohner vom Nachbarschaftskomitee Lorraine wehren sich gegen die überteuerten Wohnungen, die am Centralweg erstellt werden sollen.
Die Quartierbewohner vom Nachbarschaftskomitee Lorraine wehren sich gegen die überteuerten Wohnungen, die am Centralweg erstellt werden sollen.
Valérie Chételat

«4,5-Zimmerwohnungen mit einem Mietzins von unter 2000 Franken» – «bezahlbare Wohnungen auch für tiefe bis mittlere Einkommen»: Solche Versprechen machte die Stadtberner Liegenschaftsverwaltung, als sie das Siegerprojekt «Baumzimmer» für das Lorrainequartier präsentierte. Das war im Jahr 2010. Mittlerweile beträgt der Nettomietpreis einer 4,5-Zimmerwohnung mit rund 100 Quadratmetern zwischen 2565 und 3367 Franken. Dies, weil der Stadtrat letztes Jahr beschloss, marktübliche Mieten zu verlangen (siehe Box). Seit über einem Jahr stösst dies nicht nur linksgrünen Stadträten sauer auf, die den Entscheid rückgängig machen wollten. Auch Quartierbewohner zogen in der Vergangenheit immer wieder mit Transparenten, Megafonen und Musik zum Berner Rathaus, um gegen den geplanten Bau und die «Gentrifizierung der Lorraine» zu protestieren.

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