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GB nominiert Franziska Teuscher als Stapi-Kandidatin

Das Grüne Bündnis möchte eine Einigung im Streit um das Berner Stadtpräsidium – und schickt Gemeinderätin Franziska Teuscher ins Rennen.

Mit seiner Kandidatur wurde der Zwist im RGM-Lager losgetreten: Alec von Graffenrieds (GFL).
Mit seiner Kandidatur wurde der Zwist im RGM-Lager losgetreten: Alec von Graffenrieds (GFL).
Manu Friederich
Bereits letzten Sommer war klar: Ursula Wyss (SP) würde für das Stadtpräsidium kandidieren.
Bereits letzten Sommer war klar: Ursula Wyss (SP) würde für das Stadtpräsidium kandidieren.
Manu Friederich
Janine Wicki, Fraktionspräsidentin GFL: «Der Entscheid zum Auseinandergehen von RGM wurde nicht leichtfertig getroffen.»
Janine Wicki, Fraktionspräsidentin GFL: «Der Entscheid zum Auseinandergehen von RGM wurde nicht leichtfertig getroffen.»
zvg
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Franziska Teuscher wurde an der Mitgliederversamlung des Grünen Bündnisses am Mittwochabend einstimmig für eine zweite Amtszeit in der Stadtregierung und für das Amt als Stadtpräsidentin nominiert.

Damit wird sie, die unter anderem mit dem Motto «Frauen zuerst» vorgeschlagen wurde, in Konkurrenz zu den RGM-Kandidaturen von Ursula Wyss (SP) und Alec von Graffenried (GFL) antreten.

Zugleich beauftragten die Mitglieder die Parteispitze aber, weitere Gespräche mit der SP und der Grünen Freie Liste (GFL) zu führen.

Blick auf SP gerichtet

Die GFL hatte am Dienstagabend den ehemaligen Nationalrat Alec von Graffenried für den Gemeinderat und das Stadtpräsidium nominiert. Damit irritierte sie die Bündnispartner, denn die SP hatte bereits im Januar deutlich gemacht, dass sie nur eine grüne Bewerbung als Konkurrenz zu ihrer Stadtpräsidiumskandidatin Ursula Wyss toleriert.

GB-Präsidentin Stéphanie Penher sagte an der Mitgliederversammlung, der Entscheid der Grünen Freien Liste vom Dienstag habe sie enttäuscht. Er sei der Lösungsfindung nicht zuträglich. Vertreter aller drei Parteien hätten noch am Wochenende vereinbart, in der Stapi-Frage einstweilen keine präjudizierenden Entscheide zu fällen.

Nun soll hinter den Kulissen weiter nach einer Lösung gesucht werden. Die Blicke sind zunächst auf die SP gerichtet, die am kommenden Montag die Wahlen für den Gemeinderat und das Stadtpräsidium vornehmen soll.

Für das «Herz der Schweiz»

An der GB-Versammlung wurde unter anderem die Möglichkeit genannt, Teuscher aus dem Rennen ums Stadtpräsidium zu nehmen, wenn sich auch von Graffenried zurückziehe. Dann bliebe Ursula Wyss als einzige Kandidatin des RGM-Lagers übrig.

Teuscher selber machte deutlich, ihr gefalle es in der Bildungs-, Sozial- und Sportdirektion. Nach drei Jahren an deren Spitze verfüge sie aber auch über genügend Erfahrungen für das Amt im Erlacherhof. Bern möchte sie «als Hauptstadt der gelebten Integration» weiterentwickeln.

Bern sei aber auch «Herz der Region, des Kantons und der Schweiz». Als «Aussenministerin der Stadt» würde sie den Dialog mit dem Umland suchen. In Bern selber liege ihr unter anderem die Mitwirkung der ganzen Bevölkerung bei der Stadtgestaltung am Herzen.

Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis regiert Bern seit 1992. Die Gesamterneuerungswahlen finden am 27. November statt.

(SDA)

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