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Grüne wollen im Parlament zurück zu alter Stärke

Die Grünen wollen im Kantonsparlament 19 Sitze erobern und damit die bei den Wahlen 2010 verlorenen drei Sitze im Grossen Rat zurückgewinnen. Mit diesem Ziel hat die Partei am Freitag vor den Medien die Kampagne für die Wahlen vom 30. März gestartet.

«Jetzt geht es darum, zu handeln», sagte Blaise Kropf, Parteipräsident der Grünen, am Freitag vor den Medien.
«Jetzt geht es darum, zu handeln», sagte Blaise Kropf, Parteipräsident der Grünen, am Freitag vor den Medien.
Adrian Moser (Archiv)

Zählt man die beiden Sitze dazu, welche die Grünen während der Legislatur durch den Wechsel zweier dissidenter Fraktionsmitglieder zu den Grünliberalen verloren haben, muss die Partei bei den kommenden Wahlen insgesamt fünf Sitze zurück erobern.

Diese Konkurrenzsituation beunruhigt Parteipräsident Blaise Kropf nicht. «Grüne und Grünliberale schliessen sich nicht zwingend aus», sagte Kropf. Dies hätten etwa die Gemeindewahlen vom letzten Oktober in Münsingen gezeigt, wo beide Parteien gleichzeitig zulegen konnten.

Für die Grossratswahlen treten die Grünen in allen Wahlkreisen mit eigenen Listen an. In der Stadt Bern und im Oberaargau präsentieren die Jungen Grünen zudem eigene Listen. Insgesamt kandidieren 222 Personen, 48 von ihnen sind unter 25 Jahre alt. Bei den Kandidierenden sind die Frauen leicht in der Mehrheit (113 Frauen, 109 Männer).

Derzeit besetzen die Grünen im 160-köpfigen Grossen Rat noch 14 Sitze. Bei den Wahlen 2010 erreichten die Grünen 16 Sitze, drei weniger als bei den Wahlen 2006. Sie sind damit die fünftstärkste Kraft im Parlament, hinter der FDP (17 Sitze) und vor der EVP (10 Sitze).

Pendler sollen Zuzüger werden

Inhaltlich setzten die Grünen ihr Profil einer «ökologischen, sozialen und offenen» Politik fort. Konkretisiert haben sie dies mit zehn Zielen in fünf Themenfeldern. Die Politik habe sich in den letzten Jahren «zu oft auf Flickwerk beschränkt», kritisierte Kropf. «Jetzt geht es darum zu handeln».

So streben die Grünen in den nächsten 20 Jahren die Schaffung von mindestens 10'000 neuen Arbeitsplätzen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz an. Weiter soll der Kanton Bern zu einem attraktiven Wohnkanton werden, um die Pendler aus den benachbarten Kantonen zum Umzug zu bewegen.

Auch wollen die Grünen die soziale Absicherung weiter entwickeln: so sollen an die Stelle der Sozialhilfe Ergänzungsleistungen für Familien sowie Stipendien treten.

Bis in 12 Jahren möchten die Grünen zudem die Zahl der Gemeinden von heute 370 auf rund 100 reduziert sehen. Im Gegenzug sollen regionale Zentren gestärkt werden. Und beim Klima- und Umweltschutz soll Bern zum Vorbildkanton werden - etwa durch eine weitere Verlagerung hin zum öffentlichen Verkehr.

Pulver hofft auf weniger bürgerliche Dominanz

Unbestritten ist die Wiederwahl des grünen Regierungsrats Bernhard Pulver. Dieser erhofft sich von den Parlamentswahlen ein Ende der bürgerlichen Übermacht und «zumindest etwas knappere Mehrheitsverhältnisse».

Heute beschränke sich die bürgerliche Allianz darauf, der «ungeliebten rot-grünen Regierung das Leben möglichst schwer zu machen, zu sparen und Steuern zu senken», beklagte Pulver. Sein persönliches Wahlprogramm 2014 basiere auf dem Zieldreieck der nachhaltigen Entwicklung: Ökologie, wirtschaftliche Entwicklung und Gesellschaftlicher Ausgleich.

(SDA)

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