«Grüne Tatze» findet keine Gönner

Die Mehrwegbox-Idee aus Bern krankt in der Startphase: Es fehlen 232‘000 Franken zur Umsetzung.

Die Initiantinnen Carole Staub (links) und Jeanette Morath wollen mit der Grünen Tatze den Abfallberg verringern.

Die Initiantinnen Carole Staub (links) und Jeanette Morath wollen mit der Grünen Tatze den Abfallberg verringern.

(Bild: Valérie Chételat)

Grüne Mehrwegboxen statt Verpackungsabfall: eine gute Idee, um Müllberge zu reduzieren. Doch offenbar sind die Kunden nicht bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Erst 118‘000 Franken konnten die beiden Berner Initiantinnen auf der Finanzierungsplattform 100days.ch sammeln. 350‘000 Franken sollen es werden, damit das Projekt in Bern weitergeführt und auf andere Städte ausgeweitet werden kann. Ein hoher Betrag für den Schweizer Markt.

Warum ist das Startkapital für die Kunststoffboxen so hoch? «Die Entwicklung, Produktion und Vermarktung ist extrem kostspielig», so Jeannette Morath, Co-Initiantin. Das System «Grüne Tatze» sieht vor, dass Betriebe auf Mehrweggeschirr zurückgreifen, das der Kunde im Anschluss zurückbringen kann. In Bern lief der Pilotversuch in 12 Betrieben an. Verschiedene Stiftungen und Städte – darunter auch Bern – unterstützen das Projekt bisher. Noch bis zum 28. Februar läuft die Sammelaktion auf 100days.ch. Ist das Geld bis dann nicht beisammen, ist das Projekt gescheitert.

pd

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