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Grindelwalds Krux mit den «kalten Betten»

In Grindelwald sind weniger als die Hälfte der Wohnungen durchgehend bewohnt. Die Nachfrage nach Ferienwohnungen ist ungebrochen. Die Gemeinde sucht nach Lösungen für das Problem, auch wenn sie vom Bauboom selbst stark profitiert hat.

«Heute haben wir die Sache im Griff.» Grindelwalds Gemeindepräsident Emanuel Schläppi vor einer Feriensiedlung aus den späten 1980er-Jahren. (Adrian Moser)
«Heute haben wir die Sache im Griff.» Grindelwalds Gemeindepräsident Emanuel Schläppi vor einer Feriensiedlung aus den späten 1980er-Jahren. (Adrian Moser)

«Sehen Sie die Geranien?» Für Gemeindepräsident Emanuel Schläppi – man kennt ihn im Dorf als «Mäni» – sind die Blumen ein Hinweis darauf, wie es um seine Gemeinde steht. Während er den «Bund» im Dorf herumführt, um die Zweitwohnungsproblematik an einigen Chalets zu verdeutlichen, schweift sein Blick vom Steuer zu den Balkonen am Hang. Die Geranien sagen ihm, dass diese Häuser das ganze Jahr über bewohnt sind. Wer nur für ein, zwei Wochen hierher in die Ferien fährt, verziert sein Haus nicht mit vergänglichem Blumenschmuck, schliesst er. Die bewohnten Häuser sind der Beweis, dass im Grindelwalder Dorfkern auch Einheimische leben und arbeiten. Ein Beweis, dass Grindelwald auch in der Zwischensaison lebt. Dann, wenn nicht rund 15'000 Menschen, sondern nur die 4000 Einheimischen da sind.

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