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Greenpeace warnt vor «Billigkonzept» zur Mühleberg-Nachrüstung

Die Umweltorganisation Greenpeace warnt vor einer rein kosmetischen Nachrüstung des Atomkraftwerks Mühleberg.

Das Atomkraftwerk Mühleberg prägt die Landschaft: Die Anlage von Salvisberg aus gesehen.
Das Atomkraftwerk Mühleberg prägt die Landschaft: Die Anlage von Salvisberg aus gesehen.
Adrian Moser
Bei einem Unfall ist die Zone 1, welche sich drei bis fünf Kilometer um das Werk befindet, für die Menschen am gefährlichsten.
Bei einem Unfall ist die Zone 1, welche sich drei bis fünf Kilometer um das Werk befindet, für die Menschen am gefährlichsten.
Adrian Moser
Der Weg ist frei für den Atomausstieg in Mühleberg.
Der Weg ist frei für den Atomausstieg in Mühleberg.
Adrian Moser
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Die Atomaufsicht ENSI dürfe keine Abstriche bei der Sicherheit machen, fordert Greenpeace in einem Communiqué vom Montag. Der bernische Energiekonzern BKW muss das Nachrüstungskonzept bis zum 30. Juni einreichen. Vor der geplanten Stilllegung von Mühleberg im Jahr 2019 werde die BKW nicht mehr viel Geld in die Hand nehmen wollen, befürchtet Greenpeace. So werde sie wohl auf eine unabhängige und erdbebensichere Kühlwasserquelle verzichten, ebenso auf die umfassende Stabilisierung des Kernmantels. Doch solche «Abstriche an der Sicherheit» seien inakzeptabel. Das ENSI müsse endlich Zähne zeigen und auf umfassenden Nachrüstungen beharren, schreibt Greenpeace.

Die BKW nahm zunächst nicht Stellung. Sie will am frühen Abend informieren. Generell wirft Greenpeace der Atom-Aufsicht eine «inkonsequente Praxis» vor. Das zeige auch der Entwurf für die neue ENSI-Richtlinie zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung von Atomkraftwerken. So sei unverständlich, weshalb die AKW-Betreiber sicherheitsrelevante Unterlagen nicht von unabhängiger Seite überprüfen lassen müssten, bevor sie diese beim ENSI einreichen könnten.

SDA/rv

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