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«Unvereinbare Wellenlängen»

Das Stadttheater hat nun doch noch Stellung zur sofortigen Freistellung der Schauspielchefin Stephanie Gräve genommen. Sie und der Intendant hätten nicht zusammengepasst – rein persönlich.

KTB-Stiftungspräsident Benedikt Weibel äusserte sich zu den Gründen der Freistellung von Stephanie Gräve.
KTB-Stiftungspräsident Benedikt Weibel äusserte sich zu den Gründen der Freistellung von Stephanie Gräve.
Manu Friederich

Es muss schon etwas Bedeutendes geschehen, wenn die «Süddeutsche Zeitung» und die NZZ ihre Korrespondentinnen ins Berner Stadttheater schicken. Gestern war das aber der Fall. Benedikt Weibel, Stiftungsratspräsident von Konzert Theater Bern (KTB), war angetreten, um nach etwas mehr als einem Monat doch noch darüber zu informieren, warum man Schauspielchefin Stephanie Gräve fristlos freigestellt hatte. Der Druck auf KTB schien nach der dezidierten Kein-Kommentar-Strategie zu gross geworden zu sein: «Die bedeckte Kommunikation unseres richtigen und nötigen Entscheids hat eine von uns unterschätzte Dynamik ausgelöst», sagte Weibel gestern. Was in der Wirtschaft gängig sei, sei eben nicht «tel quel» auf die Theaterwelt übertragbar, so der ehemalige SBB-Chef: «Darum korrigieren wir jetzt den Kurs.» Und der Grund für die Absetzung? «Die fachliche Qualifikation Stephanie Gräves ist unbestritten», so Weibel.

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