GFL-Frau ist neue Berner Stadtratspräsidentin

Tania Espinoza Haller präsidiert 2014 das Berner Stadtparlament. Ihre Wahl erfolgte einstimmig.

Tania Espinoza (GFL) folgt auf Rudolf Friedli (SVP): Bern hat eine neue Stadtratspräsidentin.

Tania Espinoza (GFL) folgt auf Rudolf Friedli (SVP): Bern hat eine neue Stadtratspräsidentin.

(Bild: Adrian Moser)

Der Stadtrat hat die GFL-Frau am Donnerstag turnusgemäss zur neuen höchsten Stadtbernerin gewählt.

Die Wahl Tania Espinozas erfolgte einstimmig. Die grüne Stadtratspräsidentin übernimmt das Amt von ihrem Vorgänger Rudolf Friedli (SVP). Die 43-jährige Tania Espinoza Haller gehört dem Berner Stadtrat seit 2009 an. 2012 kandidierte sie erfolglos für den Gemeinderat. Beruflich arbeitet sie als Schulinspektorin beim Kanton.

Vorsitzende eines funktionierenden demokratischen Parlaments zu werden, sei für sie ein besonderer Moment, sagte die neue Stadtratspräsidentin in ihrer Antrittsrede. Tania Espinoza war als Kind mit ihren Eltern aus Bolivien in die Schweiz gekommen, geflüchtet vor einer Militärdiktatur.

Es sei nicht selbstverständlich, dass sich eine Gesellschaft demokratisch organisiere, mahnte die neue höchste Bernerin. In ihrem Amtsjahr will sie als «faire Schiedsrichterin» dafür sorgen, dass die parlamentarischen Spielregeln in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts eingehalten werden.

Zum ersten Vizepräsidenten des Gremiums wählte der Stadtrat am Donnerstag den Grünliberalen Claude Grosjean, zweiter Vizepräsident wird der SP-Vertreter Thomas Göttin.

Hess mit Gegenstimmen gewählt

Auch die übrigen Wahlen verliefen ohne Überraschung. So wurde SVP-Vertreter Erich Hess mit 42 zu 13 Stimmen zum neuen Präsidenten der stadträtlichen Aufsichtskommission ernannt.

Im Vorfeld waren von linker Seite Bedenken laut geworden, weil Hess der Aufsichtskommission erst seit Kurzem angehöre. Der Anspruch der SVP aufs Präsidium war jedoch unbestritten.

hjo/sda

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