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Gewalt und Ausschreitungen bei Nachdemo

Am späteren Samstagabend kam es auf der Schützenmatte zu Auseinandersetzungen zwischen Einsatzkräften und Demonstranten.

Die Spuren der Nacht sind am Bollwerk sichtbar: Bei der Nachdemonstration wurde die Haltestelle zerstört.
Die Spuren der Nacht sind am Bollwerk sichtbar: Bei der Nachdemonstration wurde die Haltestelle zerstört.
Adrian Müller
Es waren Feuerwerkskörper im Spiel.
Es waren Feuerwerkskörper im Spiel.
Adrian Müller
Die Demonstranten hatten zur Demo gegen Faschismus und Staatsgewalt aufgerufen.
Die Demonstranten hatten zur Demo gegen Faschismus und Staatsgewalt aufgerufen.
Adrian Müller
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Um 21 Uhr am waren rund um die Schützenmatte laute Knalle zu hören. Die Polizei bestätigt in einer Medienmitteilung, dass es am Samstagabend vor der Reitschule zu einem Polizeieinsatz kam. Die einrückenden Beamten seien von unbekannten Personen angegriffen worden, es sei zu Stein- und Flaschenwürfen gekommen, ausserdem wurden Feuerwerkskörper gezündet. Das Bollwerk musste zeitweise gesperrt werden. Die Täter hätten sich nach der Konfrontation in die Reitschule geflüchtet.

Die Auseinandersetzung geschah im Rahmen einer dritten Demonstration, zu der an diesem Samstag aufgerufen worden war: Ziel war eine «Antifaschistische Demonstration wegen Angriffen durch türkische Faschisten auf eine kurdische Demo in Bern», heisst es auf der linksautonomen Politplattform indymedia.org. Dies, nachdem es am Samstagnachmittag in Bern rund um die Kirchenfeldbrücke zu einem Ausbruch von Gewaltzwischen Kurden und regierungstreuen Türken gekommen war.

Ein Samstag der Gewalt

Pro-türkische Aktivisten hatten zur Demonstration auf dem Helvetiaplatz gerufen, Kurden und Sympathisanten versammelten sich zur Gegendemonstration. Es kam zu Konfrontationen und einem mehreren Stunden andauernden Polizeieinsatz. 22 wurden verletzt. Auf dem Höhepunkt der Gewalt fuhr ein Lenker mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe kurdischer Demonstranten.

Die Organisatoren der Demonstration auf der Schützenmatte kritisierten den Polizeieinsatz im Demoaufruf: So seien Personen, die den Verunfallten erste Hilfe leisten wollten, «von der Polizei aus nächster Nähe» mit Gummischrot und Reizgas angegriffen worden.

Die Polizei schildert diesen Sachverhalt in ihrer Medienmitteilung vom Samstagabend anders: Sie habe die Demonstranten der unbewilligten Demonstration am Samstag gebeten, einen anderen alternativen Versammlungsort aufzusuchen. Nachdem diese das Angebot ausgeschlagen und sich ihrer Wegweisung widersetzt hätten, sei der Entschluss zur Räumung des Helvetiaplatzes gefallen. Im Anschluss seien die Einsatzkräfte von den Demonstrierenden angegriffen worden.

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