Genehmigungsverfahren Tram Region Bern vorläufig auf Eis gelegt

Bis über die Finanzierung des Trams Bern-Ostermundigen entschieden ist, wird das Plangenehmigungsverfahren sistiert. Für die Ostermundiger ändert sich vorerst aber nichts.

Das formelle Plangenehmigungsverfahren für das Tram Region Bern ist vorläufig auf Eis gelegt. (Symbolbild)

Das formelle Plangenehmigungsverfahren für das Tram Region Bern ist vorläufig auf Eis gelegt. (Symbolbild)

(Bild: Adrian Moser)

Das formelle Plangenehmigungsverfahren für das Tram Region Bern ist vorläufig auf Eis gelegt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat auf Antrag von Bernmobil eine vorläufige Sistierung verfügt, wie Bernmobil am Dienstag mitteilte. Sobald über die Finanzierung des Trams Bern-Ostermundigen entschieden ist, wird das Genehmigungsverfahren wieder aktiviert.

Die Sistierung des formellen Genehmigungsverfahrens habe sich bereits bei der Tramlinie Bern West bewährt, nachdem ein erstes Projekt in der Volksabstimmung ebenfalls abgelehnt worden war, wie Bernmobil weiter schreibt.

Für die Ostermundiger Bürger hat die Sistierung des Plangenehmigungsverfahrens keine besonderen Veränderungen zur Folge. Einzig diejenigen Personen, die Einsprachen zu den noch hängigen Streckenabschnitten eingereicht hätten, erhielten laut Rolf Meyer, Leiter der Unternehmenskommunikation von Bernmobil, etwas mehr Klarheit. Sie wüssten nun, wie die Lage aussehe und dass momentan keine weiteren Schritte unternommen würden. «Ansonsten bleibt aber alles beim Alten.»

«Rüti»-Teilprojekt abgeschrieben

Als gegenstandslos abgeschrieben hat das BAV das Teilprojekt «Rüti». Dies, nachdem sich die Stimmberechtigten von Ostermundigen im April für eine neue Linienführung ausgesprochen hatten. Die erste Tramvorlage war im Herbst 2014 vor allem an den hohen Kosten für die Erschliessung des Rüti-Quartiers mit einem Kehrtunnel gescheitert.

Kurz vor Weihnachten hatte der Regierungsrat für die Weiterarbeit am Tramprojekt von Bern nach Ostermundigen 947'000 Franken gesprochen. 2017 stehen Planungen für die neue Tramendstation in Ostermundigen und für die Erschliessung der Rüti an.

Das Berner Kantonsparlament wird den Realisierungskredit voraussichtlich im Juni 2017 beraten, die Volksabstimmung in der Stadt Bern soll gegen Ende 2017 stattfinden.

Das neue Projekt basiert weitgehend auf der alten Vorlage, was die Linienführung angeht. Einziger Unterschied: Die Rüti soll nicht mehr mit dem Tram erschlossen werden. Infolgedessen muss die Tramwendeschlaufe in Ostermundigen neu platziert werden.

Das neue Tramprojekt soll Abhilfe schaffen für die chronisch überlastete Buslinie 10 von Bern nach Ostermundigen. Sie ist eine der meistfrequentierten Buslinien der Schweiz.

Der Kanton, die Stadt Bern und die Gemeinde Ostermundigen haben sich in einer Projektorganisation zusammengeschlossen, um das aus ihrer Sicht prioritäre Projekt voranzutreiben.

msl/sda

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