Gastro-Betrieb am Egelsee erhält Bewilligung für fünf Jahre

Der Regierungsstatthalter hat eine Umnutzung auf dem Areal des früheren Entsorgungshofs bewilligt. Wenig erfreut zeigen sich darüber die Anwohner.

Erfolgreiche Zwischennutzung: Bereits im Oktober 2018 wirtete auf dem Areal des ehemaligen Entsorgungshofs ein Gastrobetrieb.

Erfolgreiche Zwischennutzung: Bereits im Oktober 2018 wirtete auf dem Areal des ehemaligen Entsorgungshofs ein Gastrobetrieb.

(Bild: Enrique Muñoz García)

Regierungsstatthalter Christoph Lerch hat eine fünfjährige Ausnahmebewilligung für den Gastgewerbebetrieb am Egelsee erteilt. Die Betreiber der Café-Bar Sattler sollen das Restaurant führen, wie das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland am Mittwoch mitteilte.

Stadtgrün Bern stellte das Baugesuch für die Umnutzung des früheren Entsorgungshofs an der Muristrasse in eine Café-Bar mit einer Aussenbewirtungsfläche. Gegen das Baugesuch gingen diverse Einsprachen ein.

«Schlicht unseriös»

Die Anwohnerinnen und Anwohner des Egelsees befürchten laut Mitteilung Lärm- und Lichtemissionen durch den Gastgewerbebetrieb. Ausserdem weisen sie auf eine mögliche Beeinträchtigung der Natur und die fehlende Zonenkonformität hin. In einer ersten Mitteilung verurteilte die Interessensgemeinschaft Egelsee den Entscheid von Lerch als «unseriös». So fusse der Beschluss auf einer geplanten städtischen Zonenänderung, die gegenwärtig vom Kanton noch überprüft werde. «Einen Entscheid auf der Rechtsgrundlage von 'eventuell kommenden Recht' zu fällen, ist unseres Erachtens schlicht unseriös», heisst es in der Mitteilung weiter.

24 Aussenplätze bewilligt

Der Regierungsstatthalter hat gemäss eigenen Angaben die Einsprachen geprüft und gab nun grünes Licht für einen Gastgewerbebetrieb mit 24 Aussenbewirtungsplätzen während fünf Jahren. Der Betrieb darf kein Take-Away-Angebot führen. Die beantragten Öffnungszeiten der Aussenfläche bis 23.00 Uhr seien vertretbar, schreibt Lerch.

Eine Zonenplanänderung für das Gebiet Egelsee-Wyssloch ist wie erwähnt vorgesehen. Dieser Umstand wurde laut Regierungsstatthalteramt bei der Beurteilung des Baugesuchs mitberücksichtigt. Die Volksabstimmung soll laut Angaben der Stadt Bern voraussichtlich Ende 2020 stattfinden.

sda

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