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Gastarbeiter erhalten Mindestlöhne

Die deutsche Firma lenkt ein: Den slowakischen Arbeitern, die bei der Schanzenpost zu Tiefstlöhnen Asbest entfernten, wurden gestern korrekte Löhne und eine neue Unterkunft zugesichert.

Luftschutzbunker im Gebäude «Zum Postbahnhof», in dem 14 slowakische Arbeiter hausen.
Luftschutzbunker im Gebäude «Zum Postbahnhof», in dem 14 slowakische Arbeiter hausen.
Valérie Chételat
Die Arbeiter führen seit  Mitte Juni die Abbrucharbeiten und Asbestsanierungen an der Schanzenpost durch - für fünf bis zehn Euro in der Stunde, wie sie selber angeben.
Die Arbeiter führen seit Mitte Juni die Abbrucharbeiten und Asbestsanierungen an der Schanzenpost durch - für fünf bis zehn Euro in der Stunde, wie sie selber angeben.
Valérie Chételat
Die Post-Baustelle, auf der die Arbeiter ihre Schichten verrichten.
Die Post-Baustelle, auf der die Arbeiter ihre Schichten verrichten.
Keystone
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Letzten Freitag wurde publik, dass slowakische Arbeiter bei der Post-Baustelle am Bahnhof für 5 bis 10 Euro pro Stunde Abbrucharbeiten durchführten und auf der Baustelle lebten. Daran hatte sich bis am Dienstagnachmittag nichts geändert. «Die Bauarbeiter sind an der Arbeit und übernachten momentan noch immer in den Luftschutzkellern auf der Baustelle», sagte der Berner Unia-Sektionsleiter Roland Herzog noch am Nachmittag. Die Unia hatte von der deutschen Firma Howe, bei der die Slowaken unter Vertrag stehen, gefordert, Mindestlöhne und Spesen zu bezahlen sowie den Arbeitern eine neue Unterkunft zu organisieren. Auch Post-Sprecher Oliver Flüeler sagte, man habe die Firma Howe umgehend aufgefordert, «die vertraglich vereinbarten landesüblichen Mindestlöhne auszuzahlen und die Unterkünfte auf dem Areal zu räumen».

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