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Für den Notfall gewappnet

Im Keller von Fabian lagern Wasserfilter und Chili con Carne. Für den Fall eines Zusammenbruchs der Zivilisation will er sich in der Wildnis durchschlagen.

Pfeil und Bogen: Fabian weiss sich im Ernstfall zu helfen.
Pfeil und Bogen: Fabian weiss sich im Ernstfall zu helfen.
Adrian Moser

Plötzlich kein Strom. Kein Radio. Kein Bargeld. Die Lebensmittel werden über einen gewissen Zeitraum immer schlechter, können kaum noch den Grundbedarf decken und sind plötzlich ganz weg. Die Menschen fangen an zu hamstern und dann zu rauben. Anarchie bricht aus.

Diese Visionen hatte Fabian aus der Stadt Bern schon öfters. Er ist ein «Prepper». Der Begriff ist abgeleitet vom englischen «to prepare», vorbereiten. Fabian bereitet sich vor auf eine Zeit, in der die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Andere Prepper bezeichnen Menschen, die sich nicht vorbereiten, als «Zombies». Davon hat Fabian noch nie gehört. Sowieso glaubt er nicht an Zombies, die in einer Apokalypse über ihn herfallen würden. Es gebe in Amerika Prepper, die es viel ernster nähmen als er und sich mit Waffen eindeckten, um sich dann «einen Weg freizukämpfen». Davon distanziert er sich. Sowieso hätten Prepper in der Schweiz im Gegensatz zu Schützen keine Waffen. «Das ist alles zusammengedichtet», sagt Fabian, der nicht mit vollem Namen erscheinen möchte. Wandelnde Tote, wie in der erfolgreichen Fernsehserie «The Walking Dead», befürchtet er nicht.

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