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Frühlingsputz im Lorrainebad

Mitarbeiter des städtischen Sportamts brachten am Mittwoch das bejahrte Lorrainebad wieder in Schuss. Dazu wurde der Wasserstand in der Aare abgesenkt.

Nichts zu baden: Im Lorraine-Bad wird geputzt.
Nichts zu baden: Im Lorraine-Bad wird geputzt.
Franziska Rothenbühler
Dazu wurde der Pegelstand der Aare abgesenkt.
Dazu wurde der Pegelstand der Aare abgesenkt.
Franziska Rothenbühler
Frühlingsputzete im Lorraine-Bad.
Frühlingsputzete im Lorraine-Bad.
Franziska Rothenbühler
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Arbeiter des Sportamts der Stadt Bern machen das Lorrainebad fit für die Badesaison. Das Lorrainebad ist zwar erst ab dem 15. Mai für die Bevölkerung geöffnet, das Sportamt nutzt aber die günstige Gelegenheit, weil der Aarepegel am Mittwoch um 1,20 Meter abgesenkt wurde. Beim Stauwehr Engehalde sind Revisionsarbeiten am Schiffspass notwendig, diese können nur bei einem tieferen Wasserstand ausgeführt werden, wie Peter Burri, Leiter Instandhaltung Kraftwerke bei EWB, erklärt. «Einmal pro Jahr machen wir eine solche Aktion.»

Beat Wüthrich, Anlagechef beim Sportamt, reinigt im Lorrainebad die Treppenstufen, die ins Becken führen. «Die Stufen werden sonst ‹gschliferig›, wenn wir nichts tun», sagt Wüthrich. Das Lorrainebad wird direkt vom Aarewasser gespeist, darum kann das Becken nur geputzt werden, wenn der Aarepegel entsprechend gesenkt wird.

Graffiti gehören zum Lorrainebad

Andere Mitarbeiter des Sportamts schleifen unterdessen die roten Geländer und Handläufe ab und streichen sie neu. Die Wasserhahnen werden installiert, die sanitären Einrichtungen kontrolliert und die Liegepritschen ausgelegt. «Nach dem Winter nehmen wir das Inventar auf und reparieren, was kaputt ist», erklärt Wüthrich. Im Frühling sieht er jeweils auch, wie viele Graffiti neu dazu gekommen sind. Diese lösen nur dann eine Putzaktion aus, wenn zum Beispiel Informationstafeln verschmiert sind. Sonst lässt man die farbigen Schriftzüge unangetastet. «Die Sprayereien gehören zum Lorrainebad und sind fast schon Kult», sagt Wüthrich, der als Anlagechef für Marzili und Lorraine zuständig ist.

Die Badeanstalt an der Aare mit den Bretterwänden präsentiert sich schon seit Jahrzehnten im fast unveränderten Zustand. Der Sanierungsbedarf ist auch hier wie in den anderen Freibädern der Stadt Bern hoch. «Die Freibäder sind regelrecht kaputt gespart worden», sagte Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) gestern an einer Medienkonferenz zum Investitionsstau in der Stadt Bern.

Hoher Sanierungsbedarf

Für das Sportamt bedeutet dies einen erhöhten Unterhalt. «Es ist halt etwas aufwendiger als üblich und kostet etwas mehr Nerven», sagt Wüthrich. Für die Sanierung des Lorrainebads sind im Finanzplan 5,2 Millionen Franken vorgesehen. Die Arbeiten würden nach dem Plan hauptsächlich in den Jahren 2018 und 2019 ausgeführt. Bereits heute werden die wichtigsten Unterhaltsarbeiten im Lorrainebad beendet. Das Schwimmbecken wird wieder mit Wasser gefüllt. Danach werden die Mitarbeiter des Sportamts das Marzili auf Vordermann bringen, denn hier beginnt die Badesaison bereits am 30. April.

Gegen Mittag stieg der Pegel der Aare wieder auf das normale Level an, die braunen Steine der Uferböschung verschwinden unter dem grünen Wasser. Der Schiffspass beim Stauwehr ist von Sand und Schlamm gereinigt. «So sind wir parat, wenn die Böötli-Saison beginnt», sagt Burri von EWB

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