Frisches Wasser für Biber, Fischotter und Pelikane im Dählhölzli

Die Wasserqualität in der Aare-Uferanlage des Tierparks wird verbessert. Zudem erhält die Biberanlage eine Mauer als Schutz vor Hochwasser.

Die bestehende Frischwasserzufuhr für Biber, Fischotter und Pelikane soll saniert werden.

Die bestehende Frischwasserzufuhr für Biber, Fischotter und Pelikane soll saniert werden.

(Bild: Valérie Chételat)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Tierpark-Direktor Bernd Schildger kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Nein, der Bau einer Mauer bei der Biberanlage habe nichts damit zu tun, dass beim Hochwasser 1999 ein Biberpärchen aus dem Tierpark getürmt ist. Das 21 Meter lange und 90 Zentimeter hohe Bauwerk aus Eisenbeton soll vielmehr das Eindringen von Hochwasser am oberen Ende der Biberanlage verhindern.

Dabei handle es sich nämlich um eine gefährliche Stelle. «Das Aare-Wasser prallt dort ungehindert auf die Ufermauer.» Bei den letzten beiden Hochwassern 1999 und 2005 sei es jeweils an dieser Stelle in die Aare-Uferanlage eingedrungen und habe zum Teil grössere Verwüstungen angerichtet. Schildger versichert, dass die Mauer nur an der «obersten Spitze» der Anlage zu stehen kommt. «Der Zaun rund um die Anlage entlang des Uferwegs bleibt grösstenteils erhalten.» Die Sicht auf die Anlage werde keineswegs eingeschränkt.

Kosten von 480 000 Franken

Gemäss Baugesuch betragen die Gesamtkosten des Projekts gut 480 000 Franken. Laut Schildger werden sie nicht aus dem Budget des Tierparks beglichen. Es sind vielmehr die Berner Stadtbauten (Stabe), die den Grossteil der Kosten übernehmen, da die Aare-Uferanlage in deren Eigentum ist. Der Anteil der Mauer an den Gesamtkosten ist mit knapp 56 000 Franken vergleichsweise klein. Der Löwenanteil der Summe wird für den Bau eines neuen Pumpschachtes und für die Sanierung des Aare-Ufers verwendet. Die bestehende Frischwasserzufuhr für Biber, Fischotter und Pelikane sei zu klein und revisionsbedürftig, sagt Schildger.

Bei tiefem Wasserstand und wenig Niederschlägen lässt die Wasserqualität in der Uferanlage offenbar zu wünschen übrig. Mit der neuen Pumpanlage soll sie nun «nachhaltig verbessert werden», wie es in den Unterlagen zum Baugesuch heisst. Der Pumpschacht wird im Uferbereich errichtet und soll mit Felsblöcken vor der Strömung gesichert werden. An Stelle der alten, brüchigen Ufermauer wird der Uferabschnitt durch einen «strukturierten Blockschutz» gesichert.

Keine Behinderung für Besucher

Die Bauarbeiten sollen im ersten Quartal 2013 beendet werden. Laut Schildger bleibt der Zugang zur Aare-Uferanlage für die Besucher des Tierparks jederzeit gewährleistet. «Vielleicht wird man während einer gewissen Zeit auf dem Uferweg über Baubrücken gehen müssen», sagt der Tierpark-Direktor.

Steinblock-Transport mit LKWs

Für die Baustelleninstallation hat es auf dem Uferweg keinen Platz. Sie wird auf dem Parkplatz beim Restaurant Dählhölzli stationiert. Für den Transport der Steinblöcke der neuen Ufersicherung müssen LKWs eingesetzt werden. Diese werden aber nicht über den Uferweg rollen. Die Erschliessung der Baustelle erfolgt über die bestehende Betriebspiste, die hinter den Tieranlagen verläuft. Schildger wäre froh, wenn es bei den Bauarbeiten nicht zu Verzögerungen kommen würde. «Es ist vernünftig, im Winter zu bauen, weil es in dieser Zeit keine Hochwasser gibt.»

Der Bund

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