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Fans boykottierten YB-Spiel

Rund 200 YB-Fans haben das gestrige Auswärtsspiel gegen St. Gallen vor dem Stadion verbracht. Damit wollten sie ein Zeichen gegen das verschärfte «Hooligan»-Konkordat setzen.

Die YB-Supporter blieben gestern dem Auswärtssektor der AFG-Arena fern. (Archivbild)
Die YB-Supporter blieben gestern dem Auswärtssektor der AFG-Arena fern. (Archivbild)
Keystone

Die YB-Supporter reisten mit schlechten Erinnerungen an das Auswärtsspiel nach St. Gallen. Beim letzten Aufeinandertreffen in der AFG-Arena seien die Berner Fans auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion von einem grossen Polizeiaufgebot begleitet und «wie Tiere durch enge, vergitterte Schleusen» getrieben worden, wie die «Ostkurve Bern» in einer Stellungnahme schreibt.

Ein weiterer Kritikpunkt der Fans: Die Einlasskontrollen beim Eingang. Laut der «Ostkurve Bern» seien diese unverhältnismässig, da unter anderem «unbescholtene Leute von Privatpersonen im Intimbereich» kontrolliert wurden. Das dürfe nicht mehr länger toleriert werden.

Im Nebensektor abgewiesen

Um die Einlasskontrollen für den Auswärtssektor zu umgehen, entschlossen sich deshalb etliche YB-Fans, Tickets für den Nebensektor zu kaufen. Diesen erreichten sie aber nie. «Der FSCG hat den YB-Fans trotz gültigem Ticket und absolut ruhigem Verhalten der Fans den Eintritt in den Nebensektor verwehrt.»

Darauf entschlossen sich rund 200 Berner, das Spiel zu boykottieren und vor dem Stadion auf die Abfahrt des Extrazuges zu warten. Die «Ostkurve Bern» erhofft sich keine grosse Wirkung von dieser Aktion. «Auch wenn es sich um ein kleines Zeichen handelt, zeigt dies auf, dass sich auch Fussballfans nicht alles gefallen lassen.»

Die YB-Fans behalten sich vor, beim FCSG das Geld für die gekauften Tickets auf dem Rechtsweg zurück zu fordern.

pd/mer

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