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«Es war eine belastende Zeit für mich»

«Nach vorne schauen»: Ursula Wyss in ihrem Büro.

Seit Anfang Jahr hat Rot-Grün im fünfköpfigen Gemeinderat vier Sitze. Muss in den Gemeinderatssitzungen überhaupt noch diskutiert werden?

Ein konkretes Beispiel?

«Städte dürfen nicht nur für die Reichen erschwinglich sein.»

Führt die satte rot-grüne Mehrheit nicht dazu, dass die Kämpfe fortan innerhalb dieses Blocks ausgefochten werden? So will der neue SP-Finanzdirektor keine Steuersenkungen, der neue GFL-Stadtpräsident schon.

Sie sprechen von «wir». Meinen Sie damit die linke Regierungsmehrheit, die gegen Steuersenkungen ist und auch bei einem Nein von Stapi von Graffenried eine Mehrheit hat?

Sie lehnen Steuersenkungen ab?

Aus Ihrer Direktion war im vergangenen Jahr viel zu hören, zuletzt ist es aber ruhig geworden.

Ein einziger Einsprecher blockiert derzeit das Projekt. Ärgert Sie das?

Sie sprachen zuvor die Neuorganisation des Verkehrsregimes in der Innenstadt an. Worum geht es genau?

Sie liessen ein Papier «Autofreie untere Altstadt» erstellen. Ist eine solche Ihr Ziel?

Und was wollen die?

Also doch autofrei?

Genau diese Aufwertungen sorgen für Kritik. Es ist von rot-grüner Gentrifizierung die Rede.

Die Kritik kommt aber nicht nur von der Autolobby, die um Strassenraum kämpft. Sie kommt auch aus Mieterkreisen, weil die Aufwertung die Kosten in die Höhe treibe.

Wie sollte eine solche aussehen?

Zurück zu Bern: Wie geht es am Bahnhof- und Bubenbergplatz weiter?

Am Bubenbergplatz könnten aber Fahrspuren abgebaut werden.

Ist also eine Aussenbestuhlung vor der Markthalle, die bald wieder gastronomisch genutzt wird, ein Thema?

Neben der Belebung der Plätze ist auch die Velobrücke, die das Viererfeld und die Lorraine miteinander verbinden soll, eines Ihrer Hauptthemen. Braucht es die Brücke wirklich?

Müsste man nicht dort anfangen?

Solche Velorouten sind meist schnell und relativ kostengünstig umsetzbar. Anders die Velobrücke: Sie kostet 20 Millionen.

Eigentlich hätten Sie aber nicht Brücken bauen, sondern Berner Stadtpräsidentin werden wollen. Können Sie sich mit der Situation arrangieren?

Der Wahlkampf war für Sie kein einfacher. Bleibt ein Nachgeschmack?

«Was hört man denn sonst noch so alles über mich?»

Hätten Sie rückblickend im Wahlkampf etwas anders machen sollen?

Tun wir das. Sie sind noch jung und werden nicht im Amt pensioniert werden. Eine Rückkehr in den Nationalrat könnte politische Perspektiven bringen.

Seit dem Rücktritt von Alexander Tschäppät ist der Gemeinderat nicht mehr im Bundeshaus vertreten. Wäre es nicht sinnvoll, eine solche Interessenvertretung zu haben?

Sie könnten sich ein Doppelmandat nicht vorstellen?

Man sagt auch, Sie hätten Interesse, Christian Levrat zu beerben.

Als SP-Präsidentin.