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«Es ist so düster»

Am Freitag sind die ersten 16 Asylbewerber in der Zivilschutzanlage Hochfeld im Länggassquartier angekommen. Weder der alleinerziehenden syrischen Mutter noch dem Lastwagenfahrer aus Burundi fällt die Vorstellung leicht, hier zu leben.

27 Liegen, ein Abfallkübel und ein klein wenig Tageslicht - hier verbringen die Asylbewerber ihre Nächte.
27 Liegen, ein Abfallkübel und ein klein wenig Tageslicht - hier verbringen die Asylbewerber ihre Nächte.
Franziska Scheidegger
Die Wohnbedingungen wurden oft angeprangert.
Die Wohnbedingungen wurden oft angeprangert.
Franziska Scheidegger
Ein Raum, in dem 27 Personen nebeneinander schlafen.
Ein Raum, in dem 27 Personen nebeneinander schlafen.
Franziska Scheidegger
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Im Fernsehen läuft Kika, der Kinderkanal. Ein paar Personen fläzen sich im Ledersofa, aber niemand scheint wirklich interessiert daran, was im Fernsehen geschieht. Sie verstehen nicht, wovon der Kinderfilm handelt. Sie sprechen kein Deutsch.

Sechzehn Personen sind gestern in Bern angekommen. Eine Frau mit drei Söhnen aus Syrien, eine Familie aus Mazedonien, eine Tibeterin, drei Tunesier, ein Libyer, zwei Nigerianer, ein Mann aus Burundi. In einem der Empfangszentren des Bundes waren sie zuletzt, und nun sind sie hier, unter Tage, in ihrer neuen, vorübergehenden Bleibe an der Hochfeldstrasse 44a im Länggassequartier. Die Stadt musste die Zivischutzanlage – wie schon vor drei Jahren – öffnen, weil der Kanton nicht mehr alle Asylbewerber oberirdisch unterbringen kann. Voraussichtlich sechs Monate lang soll das Zentrum betrieben werden. Die Lokalität sei «nicht ideal», sagt der Kantonale Migrationsdienst, aber die ausserordentliche Situation mache die Inbetriebnahme nötig – 20 bis 30 neue Asylsuchende werden dem Kanton Bern zurzeit täglich zugewiesen.

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