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«Es ist schon ein bisschen verrückt»

Auf dem Areal der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage planen Laien Wohnungen für bis zu 200 Personen. Margrit Hugentobler 
von der ETH Zürich sieht in solch partizipativen Ansätzen die Bauweise der Zukunft.

Die Genossenschaftler überlegen in Kleingruppen, was für Gemeinschaftsräume benötigt werden.
Die Genossenschaftler überlegen in Kleingruppen, was für Gemeinschaftsräume benötigt werden.
Tobias Anliker

Ein junger, sportlich aussehender Mann möchte gerne eine Kletterhalle im Keller eingebaut sehen. Am liebsten eine, die sich über zwei Stockwerke ausdehnt. «Man könnte ja eine Decke rausbrechen», sagt er. Die Frau mit kurzem, gekraustem Haar wünscht sich auf dem Dach eine mobile Sauna und im Keller einen Platz, um die Sauna während des Sommers zu verstauen. Skepsis erntet der Vorschlag, eine heizbare Badewanne auf das Dach zu stellen: «Wir müssen an den ökologischen Fussabdruck denken», mahnt eine ältere Frau. Es ist Retraite der Genossenschaft Warmbächli. Aktueller Programmpunkt: Gemeinschaftsräume. Ausgefallene Ideen seien explizit erwünscht, hiess es vor dem Brainstorming. Platz, um all die Ideen umzusetzen, hat es im Gebäude, dem die Fantastereien gelten, jedenfalls genug. Das Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Kehrichtverbennungsanlage verfügt über sechs Stockwerke mit bis zu 2600 Quadratmeter Nutzflächen. Gemäss ersten Plänen soll es gar noch um drei weitere Etagen aufgestockt werden. Es böte dann Wohnraum für knapp 200 Personen und Raum für mehrere Gewerbebetriebe.

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