«Es herrscht nicht mehr dieselbe Paranoia»
Diesen Freitag jährt sich die Zaffaraya-Räumung zum 25. Mal. Mit dabei war Andreas Berger, der seit drei Dekaden die autonome Szene mit der Kamera begleitet. Nun arbeitet er an einem Film über die Reitschule – und schneidet dabei auch heikle Themen an.
Seit 30 Jahren dokumentieren Sie das bewegte Bern. Sind Sie sozusagen der eingebettete Journalist der linken Autonomen?
Könnte man sagen. Ich verstehe mich als Teil der Bewegung. Mit einem langen Unterbruch zwar, denn es gab Jahre, in denen ich mehr mit meinen Kindern auf dem Spielplatz anzutreffen war als in der Reitschule. Und 1996 hatte ich das Gefühl, ich sei zu alt für Demonstrationen, als ich mir im Gasnebel den Fuss verstauchte. Aber ich kehrte im richtigen Moment zurück. Die erste Demonstration, an der ich wieder filmte, war der SVP-Umzug am 6. Oktober 2007. Da wurde mir warm ums Herz, es war so wie früher.


