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«Es gibt keine homogene Reitschule»

Der Berner Regisseur Andreas Berger macht keinen Hehl daraus, dass er mit dem Film «Welcome to Hell» 
auch Polemik betreibt. In der filmischen «Führung durch die Reitschule» kommen aber auch Kritiker zu Wort.

Er ist das filmische Gedächtnis der Berner Bewegung: Der Filmer Andreas Berger betreibt seit 30 Jahren «Geschichte von unten» mit der Kamera.
Er ist das filmische Gedächtnis der Berner Bewegung: Der Filmer Andreas Berger betreibt seit 30 Jahren «Geschichte von unten» mit der Kamera.
Valérie Chételat

Herr Berger, Sie gelten als Chronist der Berner Bewegung seit den Achtzigerjahren. Ist das eine Rolle, die Sie angestrebt haben?

Ich bin in diese Rolle reingewachsen. Anfang der Achtzigerjahre war ich ein Aktivist. Damals war die Bewegung noch bilderfeindlich. Das Mitmachen war wichtiger als das Dokumentieren. Sein statt Haben: Bildersammeln galt als «Haben» und damit als bürgerlich. Als die Reitschule 1982 geschlossen wurde, verkehrte ich regelmässig im «Zaff», dessen Räumung und Abriss ich erstmals filmisch dokumentierte. Ich war mir reuig, dass ich nicht schon früher mit Filmen angefangen hatte.

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