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Erster Anlauf klar gescheitert

Vor 16 Jahren wollten die Berner Stimmenden von einem Ausländerstimmrecht gar nichts wissen.

Schon damals hiess die Initiative «zäme läbe – zäme schtimme» und wurde auch damals von einem Komitee links-grüner Parteien und Gewerkschaften lanciert. Die Initiative, die im Dezember 1994 zur Abstimmung kam, verlangte jedoch ein kantonales und kommunales Stimm- und Wahlrecht für Ausländer. Ihr hatte der Grosse Rat einen Gegenvorschlag gegenübergestellt, der (ähnlich der heutigen Initiative) ein fakultatives Gemeinde-Ausländerstimmrecht vorsah.

Die Vorlagen aber hatten keine Chance: 77,6 Prozent der Stimmenden sagten Nein zur Initiative. 60,5 Prozent lehnten auch den Gegenentwurf ab. Die Initiative wurde in allen Amtsbezirken verworfen, der Gegenvorschlag erreichte einzig im Amt La Neuveville eine Mehrheit: 817 Stimmende (51,5 Prozent) sorgten für ein knappes Ja. In La Neuveville hatten die Stadtbehörden ein Projekt für ein Ausländerstimmrecht bereits vorbereitet, daraus wurde nichts. Er sei über die Ablehnung des Gegenvorschlags «schon ein wenig enttäuscht», kommentierte damals der aus La Neuveville stammende Berner Regierungspräsident Mario Annoni (FDP).

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