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Elite-Wohnungen in der Schönburg

Die neuen Wohnungen in der Schönburg an der Viktoriastrasse in Bern sind bei VIPs schon jetzt heiss begehrt. Über den Preisanstieg freuen sich nicht alle.

So soll die zukünftige Hotelbar in der Schönburg aussehen.
So soll die zukünftige Hotelbar in der Schönburg aussehen.
zvg

Ursprünglich plante die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS) in der Schönburg eine Mischnutzung bestehend aus einem Hotel, einer Coop-Filiale, einem Fitnesscenter und 135 Wohnungen. Kosten sollten die 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen 1400 beziehungsweise 2300 Franken, die 4,5- und 5,5-Zimmer-Wohnungen sollten für 2850 respektive 3500 Franken vermietet werden. Schon 2016 sorgten diese Preise für Unmut bei der SP Bern-Nord (der «Bund» berichtete).

«Sehr bedauerlich für das Quartier»

Doch die Preise haben sich teilweise um fast ein Drittel erhöht. So berichtet die «Berner Zeitung» von Preisen, die sich je nach Grösse und Lage zwischen einem Bereich von 1530 und 4590 Franken bewegen. Weiter wird berichtet, dass insgesamt 142 Wohnungen angeboten werden. Auf der Website werden aber nur noch 82 freie Wohnungen angezeigt. 60 Wohnungen sind also bereits reserviert, und das, obwohl die Wohnungen offiziell noch gar nicht ausgeschrieben sind. Versucht man sich die Wohnungsangebote anzusehen, wird nach einer VIP-Adresse samt Passwort verlangt, die vorher per Newsletter versendet wurden. VIPs haben also bereits die Möglichkeit, Wohnungen anzusehen und zu reservieren. Im Herbst 2019 sollen die Wohnungen dann in der Schönburg beziehbar sein.

Die Bemühungen der SP Bern-Nord, mit einer Petition gegen diese Preise vorzugehen, blieben ohne Erfolg. Die Wohninitiative gelte im Fall Schönburg nicht, da es keine Umzonung gebe, so Stadträtin Lena Sorg (SP). Sorg und Stadtrat Johannes Wartenweiler (SP) haben vor zwei Jahren die Petition mitinitiiert: «Wir haben damit deutlich gezeigt, was wir wollen.» Es gebe in Bern genug Private, die für teures Geld Wohnungen vermieten. Günstigere Wohnräume fehlten hingegen. Sorg findet die jetzige Situation für das Quartier sehr bedauerlich, da es an preisgünstigem Wohnraum fehlt: «Wenn gewinnorientierte Private bauen, ist das aber zu befürchten.»

Kein einfacher Wohnblock

Neben dem geplanten Coop wird ein Dreisternhotel der Prizeotol-Kette öffnen. Eine Übernachtung wird 69 Franken kosten, designt wird das gesamte Hotel vom internationalen Stardesigner Karim Rashid. Schönburg erhält dadurch einen innovativen Charakter. Die Innenaustattung des Hotels wird durch futuristische Designs geprägt. Auf der Dachterrasse soll eine Bar entstehen. Das 1400 Quadratmeter umfassende Fitnesscenter Update Fitness bietet ein Jahresabo ab 690 Franken an. Es ist das erste der Fitnesskette in der Region Bern.

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