Einsprecher kommen beim Breitsch-Platz nicht durch

Der Regierungsstatthalter bestätigt die von der Stadt Bern geplanten Verkehrsmassnahmen beim neuen Breitenrainplatz. Die Einsprachen sind abgelehnt worden.

Langsam kommt Bewegung in das Projekt zum neuen Breitenrainplatz.

Langsam kommt Bewegung in das Projekt zum neuen Breitenrainplatz.

(Bild: Beat Mathys)

Der Regierungsstatthalter hat vier Beschwerden gegen die für die Umgestaltung des Berner Breitenrainplatzes notwendigen Verkehrsmassnahmen abgewiesen. Er beurteilt die von der Stadt erlassenen Massnahmen als verhältnismässig.

Gegen die Massnahmen gingen vier unabhängige Beschwerden ein, drei davon von Quartierorganisationen, wie aus der Mitteilung des Regierungsstatthalteramtes Bern-Mittelland vom Donnerstag hervorgeht.

Umstritten waren mehrere Massnahmen. Dazu gehört die Schliessung des Breitenrainplatzes für den motorisierten Individualverkehr vor der Liegenschaft am Breitenrainplatz 42. Der Regierungsstatthalter kommt in seinen Erwägungen zum Schluss, dass die Massnahme für die Quartierbevölkerung zumutbar ist, auch wenn man von der Breitenrainstrasse nicht mehr direkt auf den Breitenrainplatz fahren kann.

Auf Widerstand stiess auch die Begegnungszone auf der nördlichen Fahrspur des Breitenrainplatzes mit Verlängerung in die Breitenrainstrasse hinein. Trotz Einbettung in eine Tempo-30-Zone und Umrahmung durch zwei Fussgängerstreifen, ist die Massnahme aus Sicht des Statthalters zulässig.

Auch die angefochtene Möglichkeit, dass Radfahrer von der Stauffacherstrasse her den Breitenrainplatz überqueren können, ist laut Statthalter nicht zu beanstanden. Aufgrund des vorliegenden Konzepts sei die Sicherheit gewährleistet, zumal der Haltebereich von den Tramgeleisen getrennt werden konnte, hält Regierungsstatthalter Christoph Lerch in seiner Mitteilung fest.

Verzögerung um ein Jahr Anfang Dezember gab die Stadt Bern bekannt, dass sich die Sanierung und Neugestaltug des Breienrainplatzes um ein weiteres Jahr verzögert. Als Grund nannte sie die hängigen Beschwerden. Falls die Beschwerden nicht weitergezogen werden, könnten die Baumaschinen im Sommer 2020 auffahren, gab die Stadt Anfang Monat bekannt. In diesem Fall dürfte die Umgestaltung rund um den Breitenrain- und Viktoriaplatz bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Im Juni 2015 bewilligten die Stimmberechtigten einen Kredit von 56,1 Millionen Franken. Das Projekt «Dr nöi Breitsch» umfasst zwei Bauabschnitte, die in verschiedenen Verfahren bewilligt werden. Der erste Abschnitt betrifft den Breitenrainplatz und die Rodtmattstrasse. Hier stehen Arbeiten an den Tramgeleisen, der Strassenoberfläche und den Werkleitungen an. Ein neues Temporegime mit Tempo 30 und Tempo 20 ist geplant. Daneben sollen Strassen und Haltestellen behindertengerecht werden. Für die Schulwege soll die Sicherheit erhöht werden und die Breitenrainstrasse vom gleichnamigen Platz abgekoppelt werden. Ausserdem sollen zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Kornhausstrasse, den Viktoriaplatz und die Moserstrasse. Auch dort sind Arbeiten an den Geleisen, den Strassen und Werkleitungen geplant. Der Konten Viktoriaplatz soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden.

nj/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt