Einsprachen gegen Asylunterkunft in alter Kaserne

Gegen die Zwischennutzung der alten Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse sind bisher fünf Einsprachen eingegangen. Es könnten noch mehr werden.

In der ehemaligen Kaserne an der Viktoriastrasse sollen unter anderem auch Asylbewerber untergebracht werden. Dagegen sind nun Einsprachen eingegangen.

In der ehemaligen Kaserne an der Viktoriastrasse sollen unter anderem auch Asylbewerber untergebracht werden. Dagegen sind nun Einsprachen eingegangen.

(Bild: Valérie Chételat)

Bis feststeht, wie die Räume der alten Feuerwehrkaserne im Berner Breitenrainquartier umgenutzt werden, möchte die Stadtverwaltung diese zwischennutzen. Einerseits soll vorübergehend ein Asylzentrum für 100 Personen geschaffen werden, andererseits sollen das Schul- und Sportamt, der Gesundheitsdienst und das Tiefbauamt die Räume nutzen können. Vor gut einer Woche stimmte der Stadtrat dieser Idee zu.

Weitere Einsprachen per B-Post?

Zwar ist die provisorische Unterkunft zonenkonform – sie braucht aber eine Baubewilligung. Die Pläne für das Bauvorhaben lagen seit dem 7. Januar beim städtischen Bauinspektorat auf. Gestern ist die Beschwerdefrist für Einsprachen abgelaufen. «Es sind fünf Einsprachen von Privatpersonen aus der Nachbarschaft eingegangen», sagt Regierungsstatthalter Christoph Lerch auf Anfrage. Was den Inhalt der Eingaben betreffe, könne er sich aber noch nicht äussern. Denn trotz der abgelaufenen Frist könnten noch bis nächste Woche weitere ­Einsprachen per B-Post eintreffen.

In einem nächsten Schritt kann die Stadt dann innert dreier Wochen Stellung beziehen zu den Einsprachen. «Im Idealfall kann sie durch eine Einigungsverhandlung erreichen, dass die Einsprachen zurückgezogen werden», sagt Lerch. Das Regierungsstatthalteramt wird letztlich entscheiden, ob die Baubewilligung erteilt werden kann.

Mit Widerstand aus dem Quartier hatte man nicht gerechnet. Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) sagte noch im Dezember, die Idee einer Asylunterkunft sei im Quartier sehr gut aufgenommen worden. Auch die Quartierorganisation hatte die Zwischennutzungspläne der Stadt positiv bewertet. Im Stadtrat hatte vor allem die SVP das Vorhaben kritisiert.

jan

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