Einmal ein Bär sein

Weil die Bären aus dem Bärenpark derzeit im Jura weilen, steht für die Touristen ein Ausweichprogramm bereit. Der Tierpark zeigt sich zudem offen für Zwischennutzungen.

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Mit dem Angebot «Ich bin Bär» überbrückt der Bärenpark die Monate, während derer die drei echten Raubtiere im Jura übersommern.

Bärenpark-Leiter Peter Schlup zeigte sich am Montag vor den Medien zunächst erleichtert darüber, dass der Umzug von Finn, Björk und Ursina in den Juraparc Vallorbe geglückt sei. «Den Bären geht es bestens.» Dass die vorübergehende Umsiedlung der Raubtiere so gut geklappt habe, sei nicht selbstverständlich.

Wer Berns Wappentier bis im September in der Bundesstadt sehen will, kann dies im Tierpark Dählhölzli tun, wo die Bären Mischa und Mascha leben. Ein entsprechender Shuttledienst vom Bärenpark ins Dählhölzli werde noch geprüft, sagte Schlup.

Der bärenfreie Park soll nun für das Publikum geöffnet werden. Die Besucherinnen und Besucher können den steilen Aarehang erklettern, in eine Winterhöhle des Bären kriechen oder sich in ein Bärennest legen. Die Führung «Ich bin Bär» wird auch Schulklassen angeboten.

Schwimmen im Bärenpark?

Ob das Bärenfeeling soweit geht, dass man auch im Wasserbecken der Anlage planschen kann, ist noch offen. Man prüfe derzeit Fragen der Sicherheit und allfällige bauliche Installationen rund um das Wasserbecken, erklärte Schlup.

Die Bärenpark-Verantwortlichen wollen die Sanierungsarbeiten bis im September zudem dazu nutzen, die Anlagen für die Bären aufzuwerten - mit Rückzugsorten, neuen Gebüschen oder einer Bärenschaukel.

Auch soll der grosse Bärengraben bis im September für kulturelle Anlässe oder andere Aktivitäten genutzt werden, sagte Mike Keller von Bern Tourismus. «Bern ist auch mit leerem Bärenpark nicht leer.»

Mitte März war bekannt geworden, dass die Mauerkrone des Bärenparks wegen Erosionsschäden saniert werden muss. Gleichzeitig wird am Rande des Parks ein neuer Schräglift gebaut, um die Anlage am Aarehang behindertentauglicher zu machen.

Ursprünglich plante die Stadtregierung, die Bauarbeiten auf zwei Jahre zu verteilen und die Bären aus touristischen Gründen in Bern zu belassen. Nachdem Bedenken wegen des Tierwohls laut wurden, entschloss man sich, die Bären in die «Ferien» zu schicken und alle Bauarbeiten diesen Sommer zu erledigen.

Was würden Sie mit der leeren Bärenanlage anstellen?

sda

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