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Einführung von Sozialinspektoren auf 2012 geplant

Die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion treibt die Einführung von regionalen Sozialinspektoraten voran. Die Direktion hat nun die provisorischen Standorte bestimmt. Auch liegt ein Gesetzesentwurf für verdeckte Ermittlung vor.

Regionale Sozialinspektorate wird es ab nächstem Jahr in Biel, Burgdorf, Köniz, Langenthal, Thun und eventuell im Berner Jura geben, wie die Kantonsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Sie werden allen Sozialdiensten der Gemeinden der entsprechenden Region zur Verfügung stehen.

Eine vom Kanton eingesetzte Arbeitsgruppe beginnt im Mai mit dem Ausarbeiten der Modalitäten. Sie setzt beispielsweise das Anforderungsprofil der Inspektorinnen und Inspektoren fest.

Die definitive Einführung der Sozialinspektorate ist für Januar 2012 vorgesehen. Dann werden die Standorte und die Organisation auf Grund der Erfahrungen in den Jahren 2010 und 2011 festgesetzt. Auf diesen Zeitpunkt hin soll auch die gesetzliche Grundlage für die verdeckte Ermittlung in Kraft treten.

Stadt Bern setzt weiter auf interne Lösung

Der Kanton Bern wird 2010 als erster Deutschschweizer Kanton den Sozialdiensten flächendeckend Sozialinspektorate zur Verfügung stellen. Er entschied dies, nachdem ein Pilotprojekt in vier Gemeinden gezeigt hatte, dass solche Inspektorate wirksam Missbrauch aufdecken können.

Die Stadt Bern setzte in diesem Pilotprojekt auf interne Inspektoren. Biel, Ittigen und Köniz beauftragten externe Firmen.

In der Stadt Bern setzt die städtische Sozialhilfedirektion weiter auf ihr internes Inspektorat. Diesbezüglich gebe es keine Differenzen mit dem Kanton, sagte die Vorsteherin des kantonalen Sozialamts, Regula Unteregger, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es gehe darum, das Pilotprojekt weiterzuführen.

Die definitive Lösung werde ja erst 2012 eingeführt und vorher politisch diskutiert, so Unteregger weiter.

Die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion hat auch entschieden, dass Bern, Biel, Ittigen und Köniz die Dossiers, die im Rahmen des Pilotprojekts nicht vollständig geklärt werden konnten, auf Kosten des Kantons abschliessen können.

SDA/bs

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